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Mönchengladbach
Öffentliches Zwischenfazit des Masterplan-Vereins

Mönchengladbach. Die Bürgerveranstaltung ist am 2. September. Eine Reihe von Projekten trägt bereits die Masterplan-Handschrift. Von Ralf Jüngermann

Wie langfristig ein Masterplan angelegt ist, kann man an dieser Einladung schön ablesen: Genau 1000 Tage ist es her, dass der Rat den Masterplan beschloss. Zeit für einen Zwischenbericht, findet der Masterplan-Verein MG 3.0, der mehr als eine Million Euro einsammelte und der Stadt eine städteplanerische Vision schenkte. Wer eine ganze Stadt neu ordnen will, denkt halt nicht in Monaten, sondern in Jahrzehnten.

Es ist ruhiger geworden um MG 3.0. Zwar trägt der Beirat des Vereins nach wie vor Sunstanzielles zur aktuellen Stadtplanung in Mönchengladbach bei. Doch das Gremium tagt nicht öffentlich; der Diskurs, der in großen und schwungvollen Bürgerversammlungen und mobilen Denkfabriken begann, hat sich inzwischen hinter geschlossene Türen verlagert.

Über all dem Aufbruch, den wohl alle in der Stadt empfinden, droht ein bisschen in Vergessenheit zu geraten, wie alles begann - nämlich mit dem Masterplan. Und vielleicht ist genau das ja der Grund, warum MG 3.0 sich nun wieder mit einer größeren Veranstaltung zurückmeldet. Am Freitag, 2. September, gibt es ab 19 Uhr im Monforts Quartier ein Treffen zum Umsetzungsstand des Masterplans.

Und wenn man denn kurz gedanklich scannt, was erledigt oder auf dem Weg ist, tragen längst eine Reihe von Projekten die Masterplan-Handschrift: ganz große wie die City Ost, um die es im Oktober auch bei der Expo Real in München viel gehen wird, oder das Areal Maria Hilf und der Sonnenhaus-Platz, aber auch kleinere wie der Geropark und die blaue Radroute zwischen den beiden Hauptbahnhöfen. Das Glück des Tüchtigen hat Gladbach in den vergangenen Jahren nun ein paar Mal gehabt: Dass mit Gregor Bonin einer der wichtigsten Input-Geber des Masterplans nun auch für die Umsetzung sorgen kann, dass die Zinsen das Bauen attraktiv machen wie lange nicht, dass Düsseldorf überläuft und deshalb manches auf Gladbach zuschwappt - all das konnte niemand ahnen, als sich die Masterplan-Initiative formierte. Es führt aber in seiner Gesamtheit dazu, dass der Masterplan eben nicht wie in anderen Städten zum Staubfänger wir, sondern zum Anstoß und Motor einer Entwicklung, die Mönchengladbach nachhaltig verändert - und zwar zum Besseren.

Bei der Veranstaltung am 2. September wird Gregor Bonin vortragen. Außerdem gibt es eine Podiumsdiskussion mit Fritz Otten, Professor Nicolas Beucker, Stephan Brings und Johannes Jansen. Anschließend möchten die Einladenenden mit den Zuhörern bei Bier und Brezeln ins Gespräch kommen. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter www.mg3-0.de

Quelle: RP
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