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Mönchengladbach
Politiker wollen freie Sicht auf KFH

Mönchengladbach. Werbebanner, Verkehrsschilder und auch Bäume sollen nicht im Weg stehen. Von Ralf Jüngermann

Markante Gebäude wie die Kaiser-Friedrich-Halle sollen auch von weitem auffallen. Das fordert die FDP und fand dafür gestern prinzipielle Zustimmung im Rat. Zwar läuft die Bismarckstraße schnurgrade auf eines der prägenden Gladbacher Gebäude zu. Gut erkennen kann man die Halle trotzdem nicht. Bäume versperren den Blick genau so wie Verkehrsschilder und Werbebanner der Marketinggesellschaft. "So eine Postkartenansicht mitten in der Stadt darf man nicht verstecken", sagte die FDP-Fraktionsvorsitzende Nicole Finger.

Sie schlug vor, die Verwaltung prüfen zu lassen, was von den Hindernissen beseitigt werden kann. "Wenn wir im nächsten Sommer freie Sicht haben wollen, müssen wir das jetzt einstielen", mahnte Finger. Denn die Bäume ließen sich nur bis Ende Februar stutzen oder gar fällen. Die Prüfung werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Sympathie für die Initiative gab es zwar nicht nur von CDU und SPD, sondern auch vom Oberbürgermeister - sofort beschlossen wurde gestern dennoch nicht.

"Wir haben noch mehr Gebäude, die wir besser in Szene setzen sollten", sagte Felix Heinrichs (SPD). Bevor bei jedem einzelnen geklärt werde, wie zu verfahren sei, sollte man die Frage lieber in einem Konzept grundsätzlich regeln. Der Ort dafür sei nicht der Rat, sondern der Planungs- und Bauausschuss. Da dieser erst wieder im September tagt, ist der FDP diese Schleife nicht lieb. Allerdings versicherte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, er persönlich hege große Sympathie für das Thema und werde sich dafür einsetzen, dass sich die Verwaltung nach einem Beschluss im Bau- und Planungsausschuss schnellstmöglich um das Konzept kümmern werde.

Nach diesem Hinweis beschloss der Rat die Verschiebung mit großer Mehrheit.

Quelle: RP
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