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Mönchengladbach
RP-Leser finden Blumenkübel gut

Mönchengladbach: RP-Leser finden Blumenkübel gut
Schön oder nicht schön? Bepflanzte Blumenkübel als Begrenzung der Außengastronomie sind laut Ratsbeschluss verboten. FOTO: Wilbert Schiffeler
Mönchengladbach. Bei einer Abstimmung sprachen sich bei RP-Online 91 Prozent für Begrünung in der Rheydter City aus. Von Andreas Gruhn

Blumenkübel auf dem Rheydter Markt als Abgrenzung der Außengastronomie oder nicht? Der Fall des Rheydter Ratskellers erhitzt die Gemüter der RP-Leser, und die meisten von ihnen haben eine klare Meinung: Warum denn nicht? Knapp 1000 Nutzer beteiligten sich an der Abstimmung bei RP-Online, und 91 Prozent von ihnen stehen Blumenkübeln als Begrenzungselemente aufgeschlossen gegenüber. Ungefähr drei Prozent der Nutzer sprachen sich gegen die Begrünung aus, die Wirt Harald Gerstung zum Turmfest ausnahmsweise aufstellen durfte, danach aber mit Verweis auf die seit 2015 gültige Gestaltungsrichtlinie wieder entfernen musste.

Zum Jahresende hin kommt die Satzung gemäß des gültigen Ratsbeschlusses noch einmal auf den Prüfstand. Christoph Hartleb, Vorsitzender des Rheydter Citymanagements, fordert dann die Einführung einer Öffnungsklausel: "IHK, Einzelhandelsverband und Citymanagement hatten das gefordert und auch angeregt, sie bei der Einzelfallentscheidung zu konsultieren. Aber leider ist dieses Angebot seitens der Verwaltung und Politik abgelehnt worden. Genauso wie bei anderen Elementen der Außengastronomie könnte man auch bei Blumenkübeln Vorgaben machen, die "dem gestalterischen Gesamtkonzept" gerecht werden."

Den RP-Lesern geht es ähnlich. Praktisch alle betonen, wie herausragend der Marktplatz durch die Neugestaltung geworden ist. Sie finden aber auch, dass dem ein paar Pflanzen nicht schaden würden. Leserin Ingrid Schwabe schrieb: "Blumenkübel sind fürs Auge so erfreulich, warum muss alles glatt, kalt und gerade ausgerichtet sein?" Rudolf Waldmann findet: "Der Verzicht auf die Blumenkübel an der Außengastronomie des Ratskellers wäre eine unnötige Verbeugung vor einer menschenfeindlichen Gestaltungsrichtlinie." Hildegard Thomas meint: "Ich würde mich freuen, wenn der Platz mit Blumenkübeln geschmückt und abgegrenzt würde." Ralf Schönborn betont: "Eine Abgrenzung der Außengastronomie zum Brunnen und der daran spielenden Kinder ist für Gäste sehr angenehm." Und Detlev Uhlenbrock lenkt den Blick auf andere Problemzonen: "Es gibt doch wahrhaftig reichlich Schandflecke in dieser Stadt, für die viel dringender mal eine ,Gestaltungsrichtlinie' erlassen werden müsste." Bei RP-Online kommentierte Nutzer "alterleser": "Da hat man einen attraktiven Marktplatz, entsprechende Gastronomie, einen Wirt, der sich bemüht, seine Außengastronomie und damit den gesamten Bereich attraktiver zu machen, und da beruft sich die Stadt auf eine Satzung, die schon kurz nach Erscheinen in der Kritik stand und auf wenig Verständnis stieß."

Quelle: RP
 
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