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Mönchengladbach
Rund 70 Menschen gedachten des Opfers des illegalen Autorennens

Mönchengladbach: Rund 70 Menschen gedachten des Opfers des illegalen Autorennens
Rund 70 Menschen nahmen am Freitag an dem Trauermarsch für den getöteten Fußgänger teil. Sie zogen zur Unfallstelle. FOTO: Knappe
Mönchengladbach. Bei einer Mahnwache haben etwa 70 Menschen an den 38 Jahre alten Mann erinnert, der als Unbeteiligter bei einem illegalen Autorennen in Mönchengladbach getötet worden war.  Von Gabi Peters

Nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Ein Zeichen setzen dafür, dass dieser Unfall nicht nur ein Aktenzeichen ist. Eine Mahnung für die Gesellschaft, die Politik und die Polizei. Das waren die Gründe, weshalb der Verein Bike-Kitchen nach dem illegalen Autorennen auf der Fliethstraße, bei dem ein 38-jähriger Fußgänger getötet worden war, eine Mahnwache anmeldeten.

Rund 70 Menschen nahmen am Freitag daran teil, darunter auch Bürgermeister Michael Schroeren sowie die Grünen-Mitglieder Karl Sasserath und Ulla Brombeis, aber auch Anwohner des Unfallortes, eine Nachbarin des Getöteten und angeblich auch Angehörige der am Rennen beteiligten mutmaßlichen Raser.

Fußgänger stirbt bei illegalem Autorennen in Mönchengladbach FOTO: Stephan Schellhammer

"Auf der Fliethstraße kam man täglich erleben, dass Autofahrer die Geschwindigkeiten und Abstände nicht einhalten", sagte Oliver Dittrich von Bike Kitchen. "Dass hier etwas passiert, war nur eine Frage der Zeit." Unter den Trauermarsch-Teilnehmern waren gefährliche Stellen im Stadtgebiet schnell Thema. "In Eicken auf der Schillerstraße gibt es doch nur Pseudoradwege. Wenn mich da ein Auto erwischt...", sagte Hedwig Schwab.

Chronik der illegalen Autorennen

Reinhard Olschanski, der vor zwei Jahren noch in Berlin wohnte, empfindet Mönchengladbach als Raserstadt. Karl Sasserrath hatte es am Donnerstag zuletzt erlebt: "Ein Auto fuhr mit 90 km/h über die Limitenstraße." Mönchengladbach lade mit seinen vierspurigen Straßen geradezu zu Rennen ein. Das müsse sich ändern.

Quelle: RP
 
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