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Mönchengladbach
Schüler informieren über Kinderrechte

Mönchengladbach: Schüler informieren über Kinderrechte
Schüler der Bischöflichen Marienschule und der Katholischen Studierenden Jugend beschäftigten sich mit den Rechten von Kindern. Ihre Ergebnisse präsentierten sie nun in einer Ausstellung. FOTO: Detlef ilgner
Mönchengladbach. Am Dienstag war Weltkindertag. Zusammen mit Mitgliedern der Katholischen Studierenden-Jugend informierte eine Gruppe Gymnasiasten der Bischöflichen Marienschule in einer Ausstellung in der Aula über die Rechte von Kindern. Von Eva Baches

Kinder sollen spielen, toben, lernen - einfach Kind sein. Doch für viele Kinder in anderen Ländern sieht der Alltag anders aus. Sie müssen arbeiten, haben keinen Spielplatz, werden sogar in den Krieg geschickt oder sind auf der Flucht vor Gewalt und Krieg. Das alles scheint in Deutschland weit weg. Der Weltkindertag war für eine Gruppe Schüler der Bischöflichen Marienschule und Mitglieder der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) um Elena Petters, Isabell Kleinsorg, Noah Leitsch und Moritz Köller Anlass, sich mit dem Thema näher zu beschäftigen.

Seit 2010 gilt die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen vorbehaltlos in Deutschland. Sie besteht aus 54 Artikeln, die sich in die Bereiche Schutz, Förderung und Beteiligung aufteilen lassen. "Wir wollten besonders auf die Kinderrechte aufmerksam machen. Daher haben wir Herrn Schlütter, unseren Schulseelsorger, angesprochen und mit ihm und den Gruppen im KSJ das Projekt erarbeitet.", sagt Elena Petters. Ein Jahr lang haben die Vorbereitungen gedauert. "Das Motto unserer Schule ist füreinander da sein. Wir möchten die Schüler für soziale Themen sensibilisieren und animieren, sich für soziales Engagement zu begeistern", sagt Schulleiterin Angela Göbel. In der Aula sammelten sich die Schüler um die Aufsteller. Zu sehen waren Plakate zum Thema Kinderrechte und Abreißzettel für das Lieblingsrecht der Schüler. Die Fakten, die auf den Plakaten zusammengetragen wurden, zeigen deutlich, dass noch Handlungsbedarf besteht. Rund 75 Millionen Kinder besuchen keine Schule und 250.000 Kinder werden als Kindersoldaten eingesetzt.

Dieses Thema beschäftigt auch Katharina Ginster und Leah Weber, Schülerinnen der sechsten Klasse. "Ich finde Schutz vor Krieg besonders wichtig. Es gibt so viele Kinder, die im Krieg leben.", sagt Leah Weber und Katharina Ginster stimmt ihr zu: "Ich finde das auch sehr wichtig. Es gibt so viel Leid auf der Welt. Ich bin froh, dass ich in Deutschland leben kann." Auch ihre Lehrerin, Barbara Fink, ist von dem Engagement begeistert. "Ich finde es sehr wichtig, sich mit dem Thema zu beschäftigen und dass auch die Kinder sich mit dem Thema auseinandersetzten. Ich werde es im Politikunterricht noch nacharbeiten", erklärt die Lehrerin.

Die Stellwände sind nicht alles, was die engagierten Schüler vorbereitet hatten. An den Fensterscheiben der Aula hingen ebenfalls neun Plakate. Jedes einzelne thematisierte ein Kinderrecht, zum Beispiel das Recht auf Privatsphäre oder das Recht auf freie Meinungsäußerung, und erklärte in einem kurzen Text, was genau darunter zu verstehen ist. Am Ende der Aula war eine Leinwand aufgebaut, auf der die Schüler ein Video ansehen konnten. Es ging zum Beispiel um das Recht auf Identität: Ein kleines Mädchen tauchte mit hängendem Kopf auf der Leinwand auf. Von unten erschien eine echte Hand und hob mit dem Zeigefinger leicht den Kopf des Kindes. Als wollte sie sagen: Kopf hoch, du bist in Ordnung, so wie du bist. Und das Mädchen lächelt den Zuschauer an.

Eine halbe Stunde hat jede Klasse Zeit, sich zu informieren. Die Schüler nahmen die Gelegenheit gerne wahr. Als ein Gong ertönte, strömten die nächsten Schüler in die Aula.

Quelle: RP
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