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Mönchengladbach
So spannend soll der neue Berliner Platz werden

Mönchengladbach: So spannend soll der neue Berliner Platz werden
Bei der Arbeit: Gladbacher Architekten mit ihren Plänen für das Entrée in die Gladbacher Innenstadt. FOTO: Jörg Knappe
Mönchengladbach. Für den Verkehr gesperrt, verkehrsberuhigt, mit neuen Gebäuden - Architekten und Stadtplaner stellen ihre Ideen vor. Von Angela Rietdorf

Die Ideenschmiede Berliner Platz entwickelte sich zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Zum einen, weil der Workshop der Architekten und Stadtplaner an einem der heißesten Nachmittage des diesjährigen Sommers stattfand. Zum anderen, weil die Aufgabe, den jetzigen Verkehrsknotenpunkt Berliner Platz zu einem markanten Zugang zur Innenstadt mit Aufenthaltsqualität zu machen, eine echte Herausforderung ist. Aber es hat sich gelohnt. Die Ergebnisse, die die drei Teams am Ende präsentieren konnten, bieten spannende Anregungen.

Neben der Gestaltung des Berliner Platzes ging es auch darum, Lösungen für die Markierung und Herausarbeitung des Gladbachtals, das einen wichtigen Baustein des Masterplans 3.0 bildet, zu finden. Bei dieser Frage entwickelte Team 1 interessante Ideen. Der verlängerte Geroweiher sollte etwas versetzt enden, so dass er von der Kreuzung Stepgesstraße/Lüpertzender Straße aus noch sichtbar ist. Entlang der Lüpertzender Straße ziehen sich Wassermotive hin bis zum Bismarckplatz. Dieses Team geht am weitesten, was die Verkehrsberuhigung des Berliner Platzes angeht. Hier wird die Zufahrt für Autos komplett gesperrt. Der geringe Verkehr Richtung Haus Erholung wird über die Lüpertzender Straße geführt. "Die Nord-Süd-Verbindung bleibt für Fußgänger und Radfahrer erhalten", sagte Architektin Annette Bonin, die die Ideen von Team 1 vorstellte. Auf dem Platz selbst haben die Architekten ein Plateau eingeplant, auf dem sich ein Gebäude erhebt, das den Platz Richtung Fliethstraße abschließt. Auf dem Berliner Platz wird das Gladbachtal-Motiv durch ein Wasserspiel aufgenommen. Die Stepgesstraße wird schmaler, begrünt und erhält mehr Platz für Außengastronomie.

Team 2 begrenzt den Berliner Platz durch einen Gebäuderiegel, um den Verkehrslärm zu mindern. Die Zufahrt für Pkw bleibt aber erhalten. Dieses Team schlägt vor, anstelle des Stadtbades ein neues Gebäude als markante Landmarke zu setzen. Im Masterplan ist eine solche Landmarke jenseits der Bahn im Bereich des alten Bunkers vorgesehen.

Das dritte Team schließlich schlägt vor, der Stepgesstraße ein Profil vergleichbar mit dem der Richard-Wagner-Straße zu geben mit Bäumen, Rad- und Fußweg in der Mitte und so die Fuß- und Radverbindung nach Rheydt zu stärken. Dieser Plan sieht ein Gebäude am Ende des Berliner Platzes vor, das sich in die Straße hineinschiebt. Außerdem können sich die Architekten ein zweites Hochhaus als Gegenstück jenseits der Bahn vorstellen, das in der Nähe des Hauses des Handwerks liegt.

"Das sind interessante Anregungen", sagt Workshop-Teilnehmer und Stadtplaner Taco de Marie. "Wir müssen jetzt darüber nachdenken, wie sie in den Rahmenplan Altstadt zu integrieren sind." Als erstes sei jedoch ein Bebauungsplan für den Berliner Platz notwendig. "Der würde Türen öffnen für Investoren", sagt er. Die Entwürfe der Architekten sind von morgen bis Freitag, 19. Juni, im Rathaus Rheydt im Fachbereich Stadtplanung einzusehen.

Quelle: RP
 
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