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Mönchengladbach
Telefonbau Arthur Schwabe plant großen Neubau

Mönchengladbach. Alleine in den letzten drei Jahren ist das Systemhaus Telefonbau Arthur Schwabe - bekannt als TAS Sicherheits- und Kommunikationstechnik - von knapp 160 auf mehr als 200 Mitarbeiter gewachsen. Speziell am Firmensitz in Giesenkirchen (Langmaar) wurden viele qualifizierte Stellen geschaffen, ferner werden laufend mehr als zehn junge Menschen zu IT-Systemelektronikern oder Industriekaufleuten ausgebildet. Den Mitarbeitern angemessene Arbeitsplätze und -bedingungen bereitzustellen, habe höchste Priorität, sagt Frank Lisges, Geschäftsführer des 1924 gegründeten Unternehmens. Bereits 2012 hat der Spezialist für Sicherheits- und Kommunikationstechnik das aus dem Jahre 1979 stammende Bürogebäude kernsaniert, 2015 wurden hochwertige Arbeitsplätze im Bereich der Elektronikprüfung geschaffen. Doch nun geht TAS noch einen Schritt weiter. Geplant ist ein neues Gebäude für Büros sowie Forschung und Entwicklung.

Und das soll nichts Geringeres als eine "Know-how-Zentrale für Sicherheits- und Kommunikationstechnik" werden. Neben Büros für Bereiche mit Wachstumspotenzial wie IT-Security und Remote-Services sollen dort auch eine Abteilung für Kundensupport sowie die "Arthur-Schwabe-Akademie" Einzug halten, ein Wissens- und Forschungsforum. Benannt ist sie nach dem Firmengründer der TAS, einem Visionär in der Rundfunk- und Fernmeldetechnik. Die Akademie soll eine Plattform bieten für den Austausch unter Sicherheits- und IT-Experten, Wissenschaftlern, erfahrenen Praktikern und dem interessierten Nachwuchs. Die Aus- und Weiterbildung eigener Mitarbeiter ist ebenso Bestandteil wie regelmäßige Produkt- und Konzeptschulungen für Kunden und Interessenten. Hierzu gehören auch Symposien in den Bereichen Gebäudesicherheit, IT-Security, Datenschutz und Kommunikationsinnovationen.

"Mit Gründung der Arthur- Schwabe-Akademie möchte die TAS junge Hochschulabsolventen gewinnen und fördern", sagt Lisges. Zudem sollten die Kooperation mit den Hochschulen in der Region intensiviert und fachbezogene Angebote für Nachwuchskräfte entwickelt werden. Mit den Hochschulen und weiteren Bildungsträgern würden derzeit "Innovationslehrgänge in Theorie und Praxis" konzipiert. 130 Mitarbeiter sind derzeit am Standort Mönchengladbach - und neue sollen gewonnen werden. Allerdings soll auf insgesamt 1200 Quadratmetern nicht nur moderner Büroraum geschaffen werden. Im Fokus liegen aktuelle und zukünftige Arbeitsplatzmodelle. So wird die Verfügbarkeit schneller und sicherer Datenverbindungen zur Anbindung externer Arbeitsplätze ebenso geplant wie allgemeine Bereiche, die Kommunikation fördern sollen. Und auch das ist ein wichtiges Ziel, teilt TAS mit: Beruf, Freizeit und Familie können zukünftig mehr ineinander verzahnt werden.

Das Gebäude soll nach aktuellen klimafreundlichen und ressourcenschonenden Anforderungen gebaut werden; nachhaltige Energieträger unterstützen die Gebäudeversorgung, an E-Zapfsäulen können Mitarbeiter ihre Elektroautos aufladen. Man habe - als Unternehmen mit mehreren Standorten in Deutschland und Tausenden Kunden im In- und Ausland - auch andere Optionen in Metropolregionen für einen Neubau geprüft, sich letztlich aber für den Heimatstandort entschieden, sagt Lisges. Nach der kurzfristig zu erwartenden Baugenehmigung werde umgehend mit dem Bau begonnen. Einzug ist für Herbst 2017 geplant.

(tler)
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