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Mönchengladbach
Von der Straße in die Landesliga

Mönchengladbach: Von der Straße in die Landesliga
Insgesamt 60 Kinder nahmen an dem Turnier teil. Organisiert wurde es von Streetworker Hayat Mia und Barbara Reitz vom Jugendfreizeitheim "Villa" (hinten, Mitte). FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Beim Street-Soccer-Turnier in Odenkirchen ließ sich auch der Jugendobmann des Landesligisten SpVg Odenkirchen 05/07 blicken. Von Marius Schrammen

Fußball spielen vereint. So lautete die Devise beim fünften Street-Soccer-Turnier gestern an der Burggrafenhalle. Streetworker Hayat Mia freute sich, mit Hilfe diverser Sportvereine und Einrichtungen auch in diesem Jahr wieder zum Straßenfußball-Turnier einladen zu können.

Neben fünf Teams, bestehend aus den Jungs der Wohnanlagen Burgmühle, Schleestraße, Luisental, Kammerhof und Burgbongert, traten zum ersten Mal auch zwei Mädchen-Teams an. Insgesamt meldeten sich 60 Kinder im Alter bis zwölf Jahre für das Turnier an, das von der Mobilen Kinder- und Jugendarbeit der Awo organisiert wurde.

"Vor allem für die Kinder, die in den Sommerferien nicht weg waren, ist das Turnier etwas Besonderes", sagte Hayat Mia. Er freute sich darüber hinaus, dass auch Mädels sich in diesem Jahr für das Turnier begeistert haben. "Die Kinder und Jugendlichen sind nicht nur sportlich aktiv, sondern sie helfen auch neben dem Platz für einen reibungslosen Ablauf des Turniers", fuhr Mia fort. Die Kinder stellten selbstständig die Schiedsrichter der Spiele und verteilten beispielsweise Bananen zur Verpflegung. "Dadurch trägt das Turnier auch zur Stärkung der Selbstorganisation und Selbstständigkeit bei", erklärte der Streetworker. Gerade für die Jüngeren sei dies wichtig. Ein Turnier für die älteren Jugendlichen gab es schon zu Beginn der Sommerferien.

Viele der Kinder spielen bereits beim ortsansässigen Fußball-Verein, der Spielvereinigung Odenkirchen, deren erste Mannschaft in der Landesliga agiert. Nicht zuletzt deswegen schaute sich auch Jürgen Kleinen, Jugendobmann des Vereins, die Spiele an. Nicht selten wird ein Talent auf der Straße entdeckt.

Lukas (12) freute es ganz besonders, sich mit den Kindern der "anderen Straßen" im Fußball messen zu können. "Auch wenn die Härte teilweise schon hoch ist, macht es einfach Spaß, gegen die Jungs zu spielen", sagte Lukas. Sein Team "Schleestraße" machte schon durch starke Leistungen in der Vorrunde klar, großer Anwärter auf den Turniersieg zu sein. "Alles in allem verlief das Turnier fair und ausgeglichen", sagte Barbara Reitz vom Jugendfreizeitheim "Villa". Das Jugendfreizeitheim unterstützt die Aktion genauso wie die Stadtsparkasse, das Fanprojekt De Kull, der Förderverein Zukunft für Deutschlands Kinder, die Awo und die SpVg Odenkirchen. Neben Schwimm- und Kinogutscheinen für die Gewinner durfte sich jedes Kind über einen Ball freuen.

Hayat Mia hofft, dass noch mehr Kinder zukünftig in Vereinen Fußball spielen, weist aber auch auf die nötige Unterstützung der Eltern hin: "Fußball ist wie Schule, ohne Unterstützung geht da nichts".

Quelle: RP
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