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Beschwerden in Mönchengladbach
Wilder Müll und Hundehaufen stören das Stadtbild

Beschwerden in Mönchengladbach: Wilder Müll und Hundehaufen stören das Stadtbild
Achtlos weggeworfener Müll am Bahnübergang in Dahl. FOTO: Campbell
Mönchengladbach. Leser haben sich bei der RP über wilden Müll an der Dahler Landwehr und Hundekot-Tütchen an der Erzberger Straße beschwert. Von Marlen Keß und Gabi Peters

Müllsäcke, Flaschen, Verpackungen, ab und an auch alte Matratzen, Katzenklos oder Grills: Diesen und weiteren Unrat findet Eric Graham Campbell immer wieder an der Dahler Landwehr, am dortigen Bahnübergang und auf dem Parkplatz des Kleingärtnervereins Hermges. "Ich gehe dort jeden Tag mit dem Hund vorbei", sagt Campbell, "und der Müll ist immer da."

Selbst wenn der wild entsorgte Abfall einmal weggeräumt werde, sei am nächsten Tag gleich wieder alles vollgemüllt. Das sei nicht gut für die Natur, sehe unschön aus - und ziehe Ratten an. "Meine Lebensgefährtin geht dort schon nicht mehr alleine entlang, sie hat Angst vor Ratten."

Bello-Box ohne Mülleimer für die Kot-Tütchen. FOTO: Gulbins

Campbell vermutet, dass Privatleute dort ihren Müll abladen, weil sie sich die Kosten für die Entsorgung an der Mülldeponie sparen wollen, und schickte dem Bürgermonitor unserer Redaktion mehrere Fotos. Der 62-Jährige ärgert sich aber auch über die Stadt. Schon mehrfach habe er bei der Gem und der Mags angerufen, wirklich verbessert habe sich aber nichts. "Und das ist nicht nur hier so", sagt Campbell.

Das sieht auch Ralf Gulbins so. Wenn er an der Erzberger Straße unterwegs ist, ärgert er sich regelmäßig. Dort befindet sich eine Wiese, auf der Hundebesitzer gerne ihre Tiere zum Gassigehen ausführen. Zwar gibt es dort eine sogenannte Belloo-Box, also einen Behälter mit Tütchen für die tierischen Hinterlassenschaften, die auch genutzt werden, aber es fehlt ein Abfalleiner.

Statt Tretminen-Alarm herrscht Kot-in-Tütchen-Chaos. In Ermangelung einer Entsorgungsmöglichkeit werden die gefüllten Beutel einfach an Ort und Stelle liegen gelassen, nicht selten auch auf dem Bürgersteig. "Wer steckt sich so etwas auch schon in die Tasche?", sagt Ralf Gulbins.

Wilder Müll liegt an der Landwehr in Dahl. FOTO: Campbell

Schon wiederholt hat er mit der GEM und der Mags telefoniert. Ihm sei erklärt worden, dass der Abfalleimer, der ursprünglich unter der Bellobox hing, Vandalismus zum Opfer gefallen sei. Mehrfach habe er gebeten, dass dort eine neue Entsorgungsmöglichkeit geschaffen wird, doch bis jetzt habe es keine Reaktion darauf gegeben.

Wie Yvonne Tillmanns von der GEM, ist die Gegend rund um die Dahler Landwehr bekannt. Dort seien GEM-Mitarbeiter häufig unterwegs, etwa wöchentlich würden aus der Ecke wilde Müllablagerungen gemeldet.

"Deshalb sind dort auch Müll-Detektive im Einsatz, die im Abfall nach Hinweisen auf die Verursacher suchen." Werden sie fündig, könnten diese zu einer Geldbuße verurteilt werden. Eine langfristige Lösung sei aber schwierig, vielmehr setze die GEM auf Abschreckung: "Wer einmal erwischt wird und ein Bußgeld zahlen muss, traut sich so schnell nicht wieder."

In Sachen Belloo-Box hat Tillmanns gute Nachrichten: Am Donnerstag entfernte ein GEM-Trupp im Zuge unserer Anfrage die Kotbeutel und installierte einen neuen Abfalleimer. Zumindest dieses Problem ist also gelöst.

Quelle: RP
 
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