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Moers
16-Jähriger stirbt bei Verkehrsunfall

Schwerer Unfall in Moers - 16-Jähriger gestorben
Schwerer Unfall in Moers - 16-Jähriger gestorben FOTO: Arnulf Stoffel
Moers. Ein Kleinbus-Fahrer hat am Samstag zwei Jugendliche erfasst, die die Römerstraße im Bereich einer Fußgängerfurt überquerten. Für den 16-jährigen Moerser kam jede Hilfe zu spät. Das 13-jährige Mädchen schwebt in Lebensgefahr. Von Anja Katzke und Christoph Reichwein

Schrecklicher Unfall an der Kreuzung Ruhrorter-/ und Römerstraße: Der Fahrer eines Kleinbusses hat Samstagabend um 20.16 Uhr zwei Fußgänger erfasst, die die Römerstraße im Bereich der Fußgängerfurt in Richtung Shell-Tankstelle überquerten. Ein 16-jähriger Junge aus Moers erleidet so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle stirbt. Ein Arzt, der laut Feuerwehr Moers zufällig anwesend ist und sofort Erste Hilfe leistet, kann dem Jungen nicht mehr helfen. Die Verletzungen des 16-Jährigen sind zu schwer. Das 13-jährige Mädchen aus Duisburg wird lebensgefährlich verletzt. Notärzte bringen es mit einem Rettungshubschrauber der Johanniter Unfallhilfe aus Bochum in eine Fachklinik. Der 30-jährige Fahrer des Kleinbusses aus Duisburg erleidet einen schweren Schock und wird in ein örtliches Krankenhaus gebracht.

Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauerten gestern noch an. Laut Kreispolizei Wesel fuhr der 30-jährige Mann aus Duisburg in seinem Wagen um 20.16 Uhr auf der Ruhrorter Straße aus Richtung Moers kommend in Fahrtrichtung Duisburg. In Höhe der Kreuzung Ruhrorter- / Römerstraße erfasste er die beiden Jugendlichen. Sie überquerten im Bereich der Fußgängerfurt offenbar die Römerstraße. Eine Fußgängerfurt ist eine durch Markierungen an Ampelanlagen gekennzeichnete Fläche auf der Straße. Sie dient der Verkehrsführung für Fußgänger und wird durch eine unterbrochene Linie gekennzeichnet. Fünf Notfallseelsorger, die die Feuerwehrleute gerufen hatte, betreuten Angehörige und Zeugen, die den Verkehrsunfall miterlebt hatten. Der Rettungshubschrauber soll auf einem Asberger Sportplatz gelandet sein. Die eingesetzten Polizeibeamten sperrten für die Dauer der Rettungsmaßnahme und der Unfallaufnahme den kompletten Kreuzungsbereich. Er wurde gegen 23.30 Uhr wieder freigegeben.

Die Bestürzung in Moers war gestern groß. Viele Moerser bekundeten in den sozialen Medien ihr Beileid für die Familie. Einige wiesen darauf hin, dass gerade in diesem Kreuzungsbereich verkehrstechnisch Handlungsbedarf bestehe. Es müsse dringend etwas an den Ampeln und der Beleuchtung getan werden, hieß es. Es wurde darauf hingewiesen, dass sich an dieser Stelle bereits mehrfach Unfälle mit Fußgängern und auch Radfahrern ereignet hätten.

Die Feuerwehr musste im Verlaufe der Nacht zum Sonntag zu einem weiteren Verkehrsunfall ausrücken. Ein Autofahrer war auf der Rheurdter Straße auf den Kreisverkehr Am Jostenhof gefahren und auf der Fahrerseite liegengeblieben. Er wurde durch den Rettungsdienst erstversorgt, durch die Feuerwehr befreit und in ein Krankenhaus gebracht. Der Einsatz dauerte bis 4.28 Uhr.

Quelle: RP