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Klingelbeutel
Abschied vom Kremers-Haus

Moers. Stolze 58 Jahre "Jugend- und Gemeindehaus", 45 Jahre regelmäßige Gottesdienststätte, 25 Jahre der prägende Name "Heinz-Kremers-Haus", vor 15 Jahren zum hellen Treffpunkt umgebaut... - das sind nur Zahlen eines Gemeindehauses, von dem sich die Evangelische Kirchengemeinde Moers am Sonntag mit einem Festgottesdienst verabschiedet. Aber diese Zahlen bedeuten ja viel mehr, sie stehen für die vielen Jahre, in denen Menschen an diesem Ort ihre Heimat fanden. Ein lebendiges Haus mitten im Ortsteil Vinn, das für viele Generationen ein Treffpunkt war. Und so wird, wie bei jedem Abschied, auch Wehmut wach. Und da tut es gut, sich noch einmal zu erinnern: Beispielsweise an die vielen Gottesdienste, die oft vielfältig und lebendig gestaltet wurden, an das dort gelebte offene Miteinander aller Generationen im Stadtteil Vinn, an die gute Zusammenarbeit mit den Schulen, die im Heinz-Kremers-Haus regelmäßig ihre Andachten und Gottesdienste feierten, an die vielen Veranstaltungen der christlich-jüdischen Gesellschaft gerade in diesem Haus, das durch den Namen "Heinz Kremers" hier besondere Akzente setzte, an die vielen Gruppen und Kreise, die ihre Aktivitäten gerne in diesem schönen Gemeindehaus durchführten. Wie viele Erinnerungen, die Lebenswege geprägt haben und die zeigen, dass Gebäude, und gerade Kirchen und Gemeindehäuser, mehr sind, als beliebige Räume. Sie bereichern unser Leben.

Doch die Abschiedsgedanken sind für die Moerser Gemeinde verbunden mit großer Vorfreude: Die wieder erstrahlte Stadtkirche wird ab Mai für viele endlich wieder und für manche neu ein helles, offenes, lebendiges Zuhause werden, wo wir als eine große Gemeinde unseren Glauben mitten in der Stadt leben.

CHRISTIANE MÜNKER-LÜTKEHANS IST PFARRERIN DER EVANGELISCHEN KIRCHENGEMEINDE MOERS

Quelle: RP
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