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Moers
Achtung Fälschung! Comedy Arts und die Weltgeschichte

Moers. Es ist fast eine wissenschaftliche Sensation: Forschungsergebnisse des Comedy-Arts-Expertenteams belegen, dass Moers bereits in der Antike eine Weltmetropole des Humors war! Schon die Gladiatorenkämpfe der Römerzeit hätten durch den Einfluss führender Comedy-Künstler vom Niederrhein parodistische Züge erhalten, betonen die Veranstalter des Comedy Arts Festivals mit einem Augenzwinken. Ihre Erkenntnisse haben sie mit dem Grafschafter Museum in einer nicht ganz ernst gemeinten Ausstellung zusammengefasst. Denn das Festival feiert dieses Jahr seinen 40. Geburtstag. Aus diesem Anlass zeigt das Grafschafter Museum unter dem Titel "Humor-Helden der Heimat. 200 Jahre Humor-Metropole Moers - Eine gefälschte Ausstellung" vom 9. September bis zum 31. Oktober im Schloss einen nicht ganz ernst gemeinten Streifzug durch die Lokalgeschichte.

Ausgestellt wird zum Beispiel eine "gefälschte" Rekonstruktion des Stummfilms "Der Gorilla", der 1926 in Moers entstanden sein soll. Hauptdarsteller: "Louise van Wachtendonk" und "Lola Laubenkötter". Für andere Exponate wurden Objekte der Dauerausstellung verfremdet oder kreativ ergänzt - da werden eisern blickende mittelalterliche Aristokraten schon mal zu augenzwinkernden Spaßvögeln.

"Die Moerser Stadtgeschichte muss neu geschrieben werden", findet Holger Ehrich, künstlerischer Leiter des Comedy Arts Festivals und Kurator der Ausstellung. "Unsere Schau zeigt ganz klar: In den vergangenen 2000 Jahren hat Moers sich humoristisch an die Weltspitze katapultiert. Viele Zeugnisse sind im Laufe der Jahre verloren gegangen. Wir bringen sie in dieser Ausstellung ans Licht." Natürlich sei das alles nur ein Spaß, die Beweise sind "gefälscht". Die Exponate stammen von lokalen Künstlern und Humoristen, die mit dem Comedy Arts verbunden sind. Die Texte der Ausstellung haben der Kölner Autor Tillmann Courth und Holger Ehrich verfasst. Die Schau ist integriert in die Dauerausstellung des Museums und der Besuch im normalen Eintrittspreis enthalten. Das Ausstellungsprojekt wird gefördert vom Fonds Soziokultur und unterstützt von der Sparkasse am Niederrhein, dem Kulturbüro Stadt Moers, der Stadtbau Moers und Enni.

Quelle: RP
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