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Moers
Angeklagte schweigen zum Vergewaltigungsvorwurf

Moers. Zwei Männer sollen gefilmt haben, wie ihr Bekannter eine Frau vergewaltigt hat. Seit gestern müssen sich die beiden Angeklagten aus Moers und ein Duisburger wegen dieser Tat vor der auswärtigen großen Strafkammer in der Grafenstadt verantworten. Zu den Vorwürfen wollten sich die Männer allerdings noch nicht äußern, ließen sie mitteilen.

Weil das mutmaßliche Opfer zurzeit im Krankenhaus ist, soll es zwei weitere Prozesstage geben. Zu den Vorwürfen, die die Staatsanwältin verlas, will der mutmaßliche Haupttäter aus Duisburg nichts sagen. Die Verteidiger der beiden Mitangeklagten sagten gestern, ihre Mandanten wollen "derzeit keine Angaben" machen.

Im März vergangenen Jahres sollen die drei Männer mit dem späteren Opfer im Auto unterwegs gewesen sein. Sie hätten angedroht, sie "in einen Puff nach Köln zu bringen", verlas die Staatsanwältin. Dort müsse sie eine Woche lang arbeiten. Zuvor allerdings seien sie mit ihr zu einem Waldweg gefahren, wo der Duisburger die Frau zu sexuellen Handlungen gezwungen habe. Zu weiteren Übergriffen sei es auf der Rückfahrt gekommen, so die Staatsanwältin.

Laut Anklage handelten die Männer gemeinschaftlich, weil die beiden Moerser nicht nur nicht eingriffen, sondern die Taten auch noch mit dem Handy filmten. Wegen der Überlegenheit der Täter habe das Opfer keinerlei Gegenwehr geleistet. Während des Ermittlungsverfahrens sollen sich zwei der Angeklagten bereits zu den Vorwürfen geäußert haben, unter anderem sei von einvernehmlichen Handlungen gesprochen worden.

Alle drei machten gestern vor Gericht lediglich Angaben zu ihren persönlichen Verhältnissen. Sie seien auf Arbeitssuche und haben Nebenjobs, sagten sie. Es gibt auch Vorstrafen. Im Falle einer Verurteilung könnte in zwei Fällen noch das Jugendstrafrecht angewendet werden. Der Prozess soll am 25. April und am 4. Mai fortgesetzt werden, hieß es weiter.

Quelle: RP
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