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Neukirchen-Vluyn
Auch Bürgermeister kennt Käufer nicht

Neukirchen-Vluyn: Auch Bürgermeister kennt Käufer nicht
Harald Lenßen bei einem Brand in den Nau-Bauten. FOTO: Archiv
Neukirchen-Vluyn. Harald Lenßen (CDU) nimmt zur Weiterveräußerung der Vluyner Nau-Bauten Stellung. Von Jürgen Stock

Nach der überraschenden Nachricht vom Weiterverkauf der so genannten Nau-Bauten wird in Neukirchen-Vluyn weiter darüber gerätselt, ob Verkäufer Stefan Olbrich möglicherweise schon beim Erwerb der Immobilien auf einer Zwangsversteigerung Ende vergangenen Jahres in Moers vorhatte, sie weiterzuverkaufen.

Damals schon dürfte sein Hauptinteresse darin gelegen haben, zumindest das Geld, das er als einer der Hauptgläubiger in den Häusern stecken hatte, wiederzubekommen. Einen Teil des Kauspreises hatte er so de facto an sich selbst gezahlt. Aber auch die Stadt Neukirchen-Vluyn hat, Weiterverkauf hin oder her, bislang von dem Deal profitiert. Ihr stehen nach eigenen Berechnungen 2,2 Millionen an Forderungen zu. Einen Großteil davon hat Olbrich bereits überwiesen.

Bürgermeister Harald Lenßen (CDU) will sich an Mutmaßungen über Gründe für den Weiterverkauf nicht beteiligen: "Für die Stadt Neukirchen-Vluyn und für mich als Bürgermeister ist es sehr wichtig, dass der vom bisherigen Gesellschafter/ Geschäftsführer eingeschlagene Weg der Sanierung/ Renovierung der Wohnungen unter Berücksichtigung der Mieterinteressen fortgesetzt wird. Nachdem die Irritationen der Mieter-Kündigungen Anfang dieses Jahres ausgeräumt wurden, stellte sich aus meiner Sicht eine konstruktive und vertrauensvollere Zusammenarbeit dar.

Auch die Zusage der beginnenden Renovierung bzw. Sanierung wurde eingehalten(...). Ich bedauere die Entscheidung der Familie Olbrich und gehe zurzeit davon aus, dass die neuen handelnden Personen, die Wohnquartiere zur Zufriedenheit der Verwaltung, der Politik und nicht zuletzt der MieterInnen entwickeln (...). Sobald mir die neuen handelnden Personen bekannt sind, werde ich umgehend die Gespräche (...) suchen. (...) Vereinbarungen und Verträge der Grundstückseigentümerin insbesondere im Verhältnis zu den MieterInnen müssen eingehalten werden."

Quelle: RP
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