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Moers
Baustellen-Labyrinth noch verwirrender

Moers: Baustellen-Labyrinth noch verwirrender
Bürgermeister Christoph Fleischhauer inspiziert die Baustellen-Beschilderung am Joostenhof. Links RP-Redaktionsleiter Jürgen Stock FOTO: Klaus Dieker
Moers. Bürgermeister Christoph Fleischhauer spricht von einer "unglücklichen Situation" am Joostenhof. Von Jürgen Stock

Den Vorwurf wollte Bürgermeister Christoph Fleischhauer nicht auf seiner Verwaltung sitzen lassen. In unserer Samstagsausgabe hatten wir über eine für Fahrradfahrer gefährliche Situation an der Kreuzung Joostenhof/Kranichstraße/Hülsdonker Straße berichtet und angedeutet, dass die Verwaltung sich nicht zureichend um das Problem gekümmert habe. Tatsächlich, so Fleischhauer, sei noch am Freitagvormittag eine Mail an die mit der Baustellensicherung beauftrage Firma herausgegangen.

Tatsächlich wurden die Arbeiter aber erst am Montagnachmittag aktiv. Das Ergebnis der Bemühungen nahm Fleischhauer dann gestern am späten Nachmittag in Augenschein. "Das ist zwar anders, aber nicht besser", lautete das Urteil des passionierten Fahrradfahrers. Was ihn besonders störte: Während zuvor nur Radfahrer im Unklaren gelassen wurden, wie sie den Baustellenbereich umfahren sollen, werden jetzt auch Fußgänger aktiv gefährdet. Ein Schild, das zuvor Fußgänger anwies, ordnungsgemäß hinter dem Kreuzungsbereich den verengten Fußweg auf der Hülsdonker Straße zu benutzen, schickt sie nun - je nach Interpretation - entweder in den Baustellenbereich oder auf die Fahrbahn. "Wo sollen denn die Fußgänger hin", fragt Fleischhauer ratlos.

Während die Situation für die Fußgänger sich verschlechtert hat, ist für die Radfahrer alles beim Alten geblieben. Sie müssen weiterhin rätseln, ob sie die Fahrbahn, den abgesperrten Baustellenbereich oder den Restfußweg benutzen. Beim Ortstermin wählten die meisten Radfahrer den Weg zwischen den Baustellenbaken hindurch. "Das würde ich wahrscheinlich auch machen", sagt Fleischhauer. "Aber das geht nicht, wenn hier Baustellenfahrzeuge stehen." Korrekt wäre es seiner Ansicht nach, abzusteigen und das Fahrrad zu schieben, zumal die Behelfsampel kein Signal für Radfahrer zeigt. Hinter der Kreuzung wo ein weißer Richtungspfeil auf blauem Grund den Straßenverkehr links an den Absperrungen vorbei lenkt, könnten Radfahrer wohl alternativ die verengte Fahrspur für den Gesamtverkehr nutzen. Aber sicher ist sich der Bürgermeister auch nicht.

Er machte gestern noch an der Baustelle ein Foto von der Situation. Damit will er in die heutige Sitzung des Verwaltungsvorstands gehen.

Fazit: ungelöst

Quelle: RP
 
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