| 17.01 Uhr

Moers
Ein Hoch auf die Fünfziger!

Bilder vom Rockabilly Moersquake 2015
Bilder vom Rockabilly Moersquake 2015 FOTO: Klaus Dieker
Moers. Ein Wochenende lang wurde in Moers beim vierten "Rockabilly Moersquake" die Zeit zurück gedreht. Mit Pünktchenkleidern und Pomade im Haare holten die Besucher den Glanz der 50er Jahre wieder zurück. Das Festival gilt in der Rockabilly-Szene als Auftakt der Saison und lockte erneut 1000 Besucher aus der ganzen Welt an. Von Anna-Lina Heimrath

Dabei ist es das einmalige Lebensgefühl, das die Rockabilly-Liebhaber miteinander verbindet. "Für uns ist der Rock'n'Roll mehr als nur ein Hobby. Wir leben den Stil der 50er Jahre," erklärt Werner Koch. Er gehört dem "Ducky Club" an, einem Motorradverein im Stil der "Fifties". Die elf Männer mit ihren roten Clubjacken und Bluejeans treffen sich hier jedes Jahr auf dem "Rockabilly Moersquake", um gemeinsam im Stil der 50er Jahre zu feiern. "Die Rebellion zu der Zeit, die Mode und dass Männer noch Gentlemen waren, machen die 50er Jahre so attraktiv," erklärt er. Der Motorradfahrer ist durch die Liebe zu Oldtimern zum Rockabilly gekommen. "Viele von uns kommen aus der Punkszene und sind erst im Alter zum Rock'n'Roll gekommen," erklärt Koch.

Doch nicht nur das Lebensgefühl ist den Besuchern wichtig, auch die Frisur und das Outfit müssen stimmen. Zwischen den Oldtimern und einem Vintage-Laden hat Friseurmeisterin Jessica Pohlmann ihren kleinen Stand auf dem Gelände des "Bollwerk 107" aufgebaut. Sie sorgte am Samstag auf dem beliebten "Fifties-Markt" für die richtige Frisur der Besucherinnen. Eingedrehte Locken und Hochsteckfrisuren sind ihr Fachgebiet. "Die Haare machen viel beim 50er Jahre-Outfit aus," erklärt sie. Dabeisei das Toupieren der Haare wichtig, damit diese genug Fülle bekommen. Die perfekte Frisur im 50er-Stil kann dann auch mal bis zu einer Stunde dauern.

Nach dem "Fifties-Markt" eröffnet die Moerser Band "The Boptails" den Konzertabend. Die Lokalmatadore sind nach einer langen Pause wieder zurück und lassen den Glanz des Rock'n'Roll aufleben. Sie spielen eine Mischung aus eigenen Songs und Cover-Versionen. "Wir konzentrieren uns eher auf den fetzigeren Rock'n'Roll," sagt Dirk Weber. Er spielt den Kontrabass und ist damit ein echter Hingucker. Das große Musikinstrument spielt er dabeifast wie eine Gitarre und wirbelt das Instrument auch gerne mal in der Luft herum. Eine weitere Attraktion des Festivals ist die Band "Steve Riot and the RRT". Die Bandmitglieder sind eigens aus Schweden und Frankreich angereist. Frontmann Stefan Jagermyr aka Steve Riot ist normalerweise Sänger der schwedischen Band "Wild Rooster". Diese gilt in der Szene als eine der beliebtesten Teddboy-Rock'n'Roll-Bands.

Festival mit Stil: Rockabilly Moersquake 2014 FOTO: Klaus Dieker

Das Programm haben die Mitarbeiter des "Rockabilly Moersquake" zusammengestellt. Dabei war Abwechslung gefragt. "Rockabilly ist eine bunt gemischte Szene. Wir wollten in diesem Jahr mehrere Genres abdecken," erklärte Organisatorin Alina von Soest. Sie ist mit dem Ergebnis zufrieden. Die große Halle im "Bollwerk 107" war am Samstag ausverkauft. "Für uns als Veranstalter ist es schön zu sehen, wie viel Mühe sich die Besucher geben, um das Gefühl der 50er Jahre aufrecht erhalten."

Quelle: RP
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