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Moers/Kamp-Lintfort
Familie Welling: Kamp-Lintforts neue beste Stube

Moers/Kamp-Lintfort. Gemütlich ist sie, die neue gute Stube der Gastlichkeit in Kamp-Lintfort. Die "Wirtschaft" im Parkhotel der Familie Welling in Kamp-Lintfort ist das auf eine moderne und charmante Art. Trotz massiv verbauter Eiche und viel Liebe zum Detail wirkt sie nicht überladen. Das sahen auch die Gäste - unter ihnen Bürgermeister Christoph Landscheidt - so, die gestern zu Eröffnung des umgebauten Bar-Bereichs ins Parkhotel kamen. Von Jürgen Stock

Dieser vom Vorbesitzer übernommene mahagoni-plüschig daherkommende Bereich war im "Parkhotel" bislang so etwas wie der Aschenputtelbereich des Hauses. Dorthin ließ man sich nur platzieren, wenn es weiter hinten zum Park hinaus wirklich keinen freien Platz mehr gab. Mit der neuen Wirtschaft dürfte das anders werden: "Zu uns sollen alle Gäste kommen, die ein gutes Bier trinken und eine Kleinigkeit essen wollen", sagt Falko Welling, der Chef des Hauses. Den modern-rustikalen Auftritt habe man bewusst so gewählt, dass sich auch die Kamp-Lintforter selbst dort wohlfühlten. Ein wenig stand dabei wohl auch die "Grafschafter Stube" in der Repelener Linde Pate, im Stammhaus der Wellings, in der sich Hotelgäste aus aller Welt und Stammtischbesucher aus dem Moerser Ortsteil begegnen.

Dabei setzt die "Wirtschaft" bewusst aufs Thema "Bier". Allein neun Biere gibt es vom Fass, dazu 30 Craft-Biere aus aller Welt. Ein Bier-Trinker, der hier nicht auf seine Kosten kommt, ist kaum vorstellbar. So wagt es Welling, an der Nahtstelle von König Pilsener und Diebels Alt ein Früh Kölsch vom Fass anzubieten. Vor allem aber verschaffen zwei heimische Biere der "Wirtschaft" ein Alleinstellungsmerkmal: das naturtrübe Geilings Pils und das sehr eigenwillige dunkelrote Pale Ale.

So gestärkt kann es dann auf eine Bier-Weltreise rund um den Globus gehen: Angefangen von einem herben Rothaus-Tannenzäpfle aus dem Schwarzwald über ein Stot aus Salzburg mit dem schönen Namen "Gusswerk Schwarze Kuh", weiter über den Großen Teich zu einem "Sierra Nevada Pale Ale" oder einem malzigen "Anchor Old Foghorn" aus San Francisco zurück in die Alte Welt nach Belgien auf ein "Leffe Blond", um dann im niedersächsischen Bad Laasphe mit einem "Propeller Nachtflug" bei 9,1 Prozent Alkohol zur ultimativen Landung anzusetzen.

Damit die Gäste dieses Angebot auch verkraften, gibt es herzhafte Kleinigkeiten für zwischendurch. "Stullen und Pommes", sagt der junge Welling. Aber das gibt weder die Qualität des lecker belegten Krustenbrotes noch die Qualität der frittierten Süßkartoffeln auch nur annähernd wieder. Ähnliches darf man wohl auch vom "Hamburger" erwarten, aus dem Küchenchef Wolfgang Labudda einen "Wirtschaftswunderburger" zu zaubern verspricht. Der soll inklusive Bier zehn Euro kosten. Ein weiter Grund, warum aus der "Wirtschaft" sehr schnell Kamp-Lintforts neue beste Stube werden könnte.

Quelle: RP
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