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Geistliche Musik
Grafschafter Konzertchor singt die Krönungsmesse

Moers. Werke von Mozart erklingen am Sonntag in der Meerbecker St.-Barbara-Kirche, neben der Messe auch das "Regina Coeli" und die "Vesperae Solennes de Confessore". Mit dabei sind vier Gesangssolisten, die Camerata 17 und die evangelische Kantorei Meerbusch-Büderich.

Nur noch drei Tage, dann ist es soweit. Dann hat der Grafschafter Konzertchor seinen großen Auftritt in der St.-Barbara-Kirche in Moers-Meerbeck. Insgesamt 53 Sängerinnen und Sänger üben dafür bereits seit November letzten Jahres einmal wöchentlich mit ihrem Chorleiter Hans-Günther Bothe im evangelischen Gemeindehaus in der Kirchstraße 105. Am Mittwoch fand eine der letzten Proben statt. Entsprechend konzentriert waren alle Beteiligten bei der Sache. Das mussten sie auch, denn mit den drei Mozartstücken "Regina Coeli", der "Vesperae Solennes de Confessore" und der "Krönungsmesse" hat man sich für das geplante Konzert am 21. Mai ein besonders anspruchsvolles Programm vorgenommen.

"Nachdem wir im letzten Herbst das weniger bekannte Stück ,Josua' von Händel aufgeführt haben, wollten wir unserem Publikum mal wieder etwas Bekannteres bieten", begründete der Konzertchorvorsitzende Rainer van Lück die diesjährige Auswahl. Die wahrscheinlich erstmals Ostern 1779 im Salzburger Dom aufgeführte "Krönungsmesse" ist in der Tat eine der seither am meisten gesungenen Messen überhaupt.

Das "Regina Coeli" entstand acht Jahre vorher und ist vor allem für die virtuosen Sopransolos bekannt. Es wird ähnlich oft aufgeführt wie die aus fünf Psalmen und dem Lobgesang der Maria bestehenden "Vesperae Solennes de Confessore". Die "Vesperae" sind das umfangreichste von den drei am 21. Mai ab 18 Uhr in der Meerbecker Barbara-Kirche zu hörenden Werken und liefert mit dem Titel eines der Abendgesänge, "Laudate Dominum", das Motto für den Abend.

Begleitet wird der Chor bei diesem und den anderen Stücken von den vier Solisten Judith Hoffmann (Sopran), Talitha van der Spek (Alt), Joachim Streckfuß (Tenor) und Sebastian Klein (Bass), sowie von dem 19-köpfigen "Orchester Camerata 17" und der evangelischen Kantorei Meerbusch-Büderich. Sie waren bei der Probe noch nicht mit dabei. Die Solostimmen übernahm in diesem Fall Chorleiter Hans-Günther Bothe, und für die Rolle des Orchesters hatte man den Düsseldorfer Pianisten Axel Weggen um Hilfe gebeten. Alles zusammen klang schon recht perfekt, dennoch hatte Chorleiter Bothe an manchen Stellen noch einiges zu feilen.

So wünschte er sich zum Beispiel das Ypsilon im "Kyrie eleison" etwas offener und weniger "ü-lastig", und verlangte, dass das abschließende, dreistimmige "Amen" "mehr nach oben ausklingen" sollte. Darüber hinaus mussten sich die männlichen Stimmen zwischendurch zu einem "geschlosserenen Block" umsetzen: "So haben wir eure Stimmen alle an einer Stelle." Am Ende war er dann jedoch mit der gesanglichen Leistung seines Chores ziemlich zufrieden: "Gut. Sehr gut. So machen wir es."

Das Konzert des Grafschafter Konzertchors findet am Sonntag 21. Mai, ab 18 Uhr in der katholischen St.-Barbara-Kirche in Moers-Meerbeck, Donaustraße 120, statt. Vorverkaufskarten zum Preis von 18 Euro gibt es in der Moerser Barbara-Buchhandlung und im evangelischen Gemeindebüro Moers-Meerbeck. JUTTA LANGHOFF

Quelle: RP
 
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