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Rheurdt
Grundschule: Halteverbot für "Elterntaxis"

Rheurdt. Damit es ab Montag keine Verkehrsbehinderungen gibt, hat die Gemeinde Vorkehrungen getroffen.

Wenn am kommenden Montag der Unterricht im umgebauten Schulgebäude am Meistersweg beginnt, dann wird ein Teil der Eltern seine Sprösslinge vermutlich mit dem Auto zur Schule bringen. Leider zeigt die Erfahrung aus anderen Kommunen, dass Mütter oder Väter dabei nicht immer rücksichtsoll vorgehen - an vielen Schulen sind die parkenden "Elterntaxis" zum Problem geworden, sowohl für den Durchgangsverkehr als auch für die Sicherheit der Kinder selbst.

Damit es nicht dazu kommt, hat die Rheurdter Verwaltung vor der Neueröffnung der Martinus-Grundschule Vorkehrungen getroffen. "Auf der Nordseite des Meistersweges, von der Rathausstraße in Fahrtrichtung Burgweg, ist ein absolutes Halteverbot angeordnet, und zwar ganzheitlich ohne zeitliche Einschränkung", kündigt Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen an. "Auf der Südseite des Meistersweges ist in Fahrtrichtung Rathausstraße ein absolutes Halteverbot eingerichtet. Hier kann jedoch zwischen 16.30 Uhr und 7.45 Uhr geparkt werden." Hinzu kommt auf der Finkenstraße vom Burgweg in Richtung Rathausstraße ein absolutes Halteverbot auf der Südseite. Auch dort kann von 16.30 Uhr bis 7.45 Uhr geparkt werden. Das Gleiche gilt auf der Nordseite der Finkenstraße im Einmündungsbereich zur Hauptstraße. Zu diesen Halteverboten habe es jüngst Gespräche mit Anwohnern gegeben - die freilich zum großen Teil auf dem eigenen Grundstück ihre Fahrzeuge abstellen können. Auch sonst wurden bei der Planung Maßnahmen eingeleitet, um den Verkehr zu entzerren. Auf der Nordseite des Schulgeländes, an der Finkenstraße, wurde eine Haltestelle für zwei Schulbusse eingerichtet. Unterhalb dieser Haltestelle, in Richtung der Einmündgung zur Rathausstraße, wird es ab dem kommenden Jahr Kurzzeitparkplätze für Eltern geben. "Sie befinden sich an dem ,blauen Haus'. Die Lehrerparkplätze werden so angelegt, dass die Kinder dort nicht passieren müssen, auch das trägt zur Sicherheit bei", erläutert der Bürgermeister. Diese Stellplätze werden ebenfalls im nächsten Jahr an der Nordseite des Meistersweges angelegt.

Auch wenn Rheurdt als ländliche Gemeinde nicht solche Probleme mit "Elterntaxis" habe wie Großstädte, sei es am Rheurdter Schulweg gelegentlich zu Gedrängel gekommen. "Vor allem bei schlechtem Wetter möchten Eltern ihre Kinder gern zur Schule fahren", berichtet Kleinenkuhnen. Manche trieben es allerdings so weit, dass sie geradewegs in die Gasse zur Schule hineinführen. "Man hat manchmal den Eindruck, sie würden am liebsten direkt ins Klassenzimmer fahren."

Mit ernsthaften Verkehrsbehinderungen an der Schule rechnet der Verwaltungschef dank der getroffenen Maßnahmen nicht. Sein Fazit: "Wenn alle Eltern sich diszipliniert verhalten, gibt es keine Probleme." Außerdem werde der Bezirksbeamte der Polizei, Uwe Tebeck, in den ersten Wochen ein Auge auf den Straßenverkehr rund um das Schulgelände haben. Foto: Pixabay

(s-g)
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