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Rheurdt
"Heimspiel": 9500 Euro für Kampf gegen seltene Krankheit

Rheurdt: "Heimspiel": 9500 Euro für Kampf gegen seltene Krankheit
Bei der Spendenübergabe: (von links) Miriam Kerberg, Erik Brümmer, Axel Schmieding, Simon Schmiedel, Peter Hoyer und Simon Galka. FOTO: heimspiel
Rheurdt. Die Organisatoren des Festivals haben den Erlös an den Verein GlycoKids gespendet. Betroffener wohnt in Schaephuysen.

"Ausverkauft, leer getrunken, heiser geschrien!" - so lautet das Fazit der Organisatoren des Schaephuysener Heimspiels 2017. Die zweite Auflage des Schaephuysen Heimspiel Festivals am 17. Juni war ein voller Erfolg. Sechs Bands machten auf dem Marktplatz Musik, 1500 Gäste genossen bei fabelhaftem Wetter bis in die Nacht hinein das Spektakel.

"Doch eines darf bei aller Heiterkeit und Feierlaune nicht in Vergessenheit geraten: Das Heimspiel basiert auf einem Engagement für den guten Zweck", sagt Simon Galka, PR-Mann des Organisationsteams. Im letzten Jahr konnten bereits beachtliche 7500 Euro an den Verein Gänseblümchen NRW, einer Organisation für krebskranke Kinder, gespendet werden. Die Einnahmen aus dem zweiten Heimspiel betrage sogar 9500 Euro. "Wir haben das Kartenkontingent von 1000 auf 1500 und den Eintrittspreis von neun auf zehn Euro erhöht", erklärt Galka das tolle Ergebnis.

Jetzt, einen Monat nach dem Festival, wurde das Geld an die Empfänger übergeben: Die "GlycoKids" sind Erkrankte des CDG-Syndroms, eines genetisch-bedingten Stoffwechseldefekts, der seine Symptomatik unter anderem an den Knochen, dem Blut, der Leber, dem Gehirn und vielen weiteren Organen entfaltet. Erstmals wurde diese Krankheit vor etwa 25 Jahren diagnostiziert, im Jahr 1998 gründete sich schließlich der "Bundesverein CDG-Syndrom", heute "GlycoKids e.V.. "Durch die ,GlycoKids' werden Betroffene in die CDG-Gemeinschaft integriert, erhalten Antworten auf zahlreiche Fragen, genießen Unterstützung im Alltag und erleben eine Plattform zum Austausch", so Galka. "Der Verein hat sich grundlegend zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität der Menschen und ihren Angehörigen zu verbessern."

Für die Organisatoren des Heimspiels war der örtliche Bezug zu einer betroffenen Familie das ausschlaggebende Argument für die Spende an den Verein. Denn unter den wenigen Erkrankten des CDG-Syndroms ist auch ein junger Mann aus Schaephuysen, Simon Schmiedel. Er und seine Mutter Doris Schmiedel nahmen symbolisch für den Verein die Spende entgegen und sprachen allen Gästen, Sponsoren, Helfern und Organisatoren des Heimspiels ihren Dank aus. Das Geld werde sie an die "GlycoKids" weiterleiten. Für die Organisatoren Erik Brümmer, Peter Hoyer, Axel Schmieding, Miriam Kerberg, Simon Galka und Bettina Knura war es der erfolgreiche Abschluss des Heimspiels 2017 - und gleichzeitig Bestätigung für eine Neuauflage im nächsten Jahr. Ein Datum steht bereits fest: Es ist der 16. Juni 2018.

Quelle: RP
 
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