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Moers
Hobby-Künstler bildhauern bei der Sommerakademie

Moers. Die VHS bietet mit dem Künstler Jörn Kempfer zwei Kurse an. Familiäre Atmosphäre ist Trumpf.

Als die Sommerakademie 2000 startete, war sie ein Selbstläufer. Kunstinteressierte belegten die jeweils zehn Plätze in den drei Kursen, die die Volkshochschule zusammen mit dem Künstler Björn Kempfer in den ersten drei Wochen der Sommerferien anbot. Das änderte sich in den folgenden Jahren zunächst nicht mehr. Immer waren die Kurse ausgebucht, in denen der Künstler in seinen Garten und sein Atelier einlud, um Kunstinteressierten kompakt das Malen, das Zeichnen und die Bildhauerei zu vermitteln. In den vergangenen Jahren blieben aber Plätze frei. Deshalb erweitern die VHS und Künstler jetzt das Angebot der Sommerakademie.

Erstmals offerieren sie zwei Kurzangebote. Diese "short forms" liegen in der zweiten Woche der Sommerakademie. Vom 24. bis 26. Juli gibt es einen Kurs "Freie Komposition und experimentelles Malen" (100 Euro zuzüglich Servicepauschalen), vom 27. bis 28. Juli einen Kurs "Akt und Portrait - experimentelles Malen und Zeichnen" (90 Euro zuzüglich Servicepauschale).

Christa Rheims wird das erste Kurzangebot besuchen. "Ich möchte mich ausprobieren", berichtet die Moerserin. "Ich möchte Materialien ausprobieren, zum Beispiel Pastellkreide. Ich möchte Techniken ausprobieren, zum Beispiel von Künstlern wie Heinz Mack." Sie ist das erste Mal bei der Sommerakademie dabei, die am 17. Juli mit einem fünftägigen Kurs "Malen nach der Natur" (210 Euro plus Servicepauschale) beginnt. Am Freitag bekam sie vorab den Ort der Sommerakademie von Jörn Kempfer und Heike Wrede, VHS-Fachbereichsleiterin für Kunst, gezeigt. Außerdem war Antje Kozak dabei, die im Sommer das vierte Mal teilnimmt.

Sie besucht diesmal einen fünftägigen Kurs "Skulpturales Gestalten in Stein", der in der dritten Ferienwoche am 31. Juli beginnt und am 4. August endet. "Hier vergesse ich Haus und Hof", blickt sie auf die letzten Sommerakademien zurück, in den sie mit Sägen und Feilen aus Ytong eine mitteleuropäische Eule, einen australischen Kiwi und einen südamerikanischen Phantasievogel formte. "Die Sommerakademie ist ein Urlaub in Moers, ein paradiesischer Urlaub. Dabei ist er hart. Wenn die Woche vorbei ist, staune ich immer, was ich fabriziert habe."

Sie liebt die familiäre Atmosphäre, die während der Sommerakademie zwischen Teilnehmern und Künstler herrscht, zum Beispiel während der gemeinsamen Mittagspausen, bei denen die Teilnehmer diesmal selbst für ihre Verpflegung zu sorgen haben. "Hier entstehen Freundschaften", sagt sie.

(got)
 
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