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Moers
IST macht Neueinsteiger zu Fachkräften

Moers: IST macht Neueinsteiger zu Fachkräften
Bernd Overbeck, Nuno Miguel Da Silva Ventura, Dominik Schneider, Jozef Daniszewski, Brigitte Büdding und Irmgard Hoffmann. FOTO: IST
Moers. Getestet und für gut befunden - so lautet in aller Kürze das Fazit von Bernd Overbeck und Dominik Schneider. Sowohl der Betriebsleiter als auch der Disponent der IST Industrie-Service-Technik GmbH haben erstmals Erfahrung mit einem relativ neuen Angebot der Arbeitsagentur Wesel gemacht.

Im Mai letzten Jahres wurden zwei Mitarbeiter eingestellt, obwohl diese dem Stellenprofil nicht eins zu eins entsprachen. Doch der Markt ist leer gefegt, wie Overbeck mit dem Wort "Mangel" zusammenfasst. Daher schlug Brigitte Büdding vom Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Wesel und des Jobcenters Kreis Wesel eine Lösung vor. Im Rahmen des Programms "Kommit" werden neue Mitarbeiter sofort nach der Einstellung qualifiziert. Das muss nicht zwangsläufig in einem längeren Block wie etwa einer zweijährigen Umschulung passieren, sondern kann auf einzelne Module aufgeteilt werden. Die mehrwöchigen Praktika finden direkt im Betrieb statt. Die Arbeitsagentur finanziert die Weiterbildung und zahlt dem Unternehmen darüber hinaus einen Ausgleich für die Zeit, die der Bewerber in der Schulung verbringt.

Zwei geeignete Bewerber, die ins Unternehmen passen könnten, hatte Brigitte Büdding bereits im Auge: Nuno Miguel Da Silva Ventura (40), gebürtiger Portugiese und seit fünf Jahren in Deutschland, ist Friseurmeister und Jozef Daniszewski (30), eigentlich Kfz-Mechatroniker, hat aber seinen in Polen erworbenen Abschluss nicht anerkennen lassen. Auf einen Berufsabschluss und das Alter kommt es Betriebsleiter Overbeck nicht unbedingt an. Gerade bei den Lebensälteren hat er gute Erfahrungen mit sehr motivierten Mitarbeitern gemacht. Daher nutzte das Unternehmen in der Vergangenheit bereits die Möglichkeit, bewährte Mitarbeiter mit Unterstützung der Arbeitsagentur zu Fachkräften zu machen.

Jetzt zwei arbeitslose Bewerber einzustellen, erstmal auf diese zu verzichten, um sie passgenau zu qualifizieren, war nach kurzer Überlegung dann einen Versuch wert. Obwohl man schon "ein bisschen skeptisch" war, wie Disponent Schneider einräumt. Doch der Vertrauensvorschuss hat sich gelohnt, zumal es aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und der Arbeitsagentur "ganz kurze Dienstwege" gab. Daniszewski ist mittlerweile auf einer höchst komplexen Kehrmaschine unterwegs. "Er hat ein Händchen für die Technik", lobt Overbeck. Da Silva Ventura fährt einen Sattelzug - und fühlt sich auf dem Fahrersitz sehr wohl. "Das war die richtige Entscheidung", sagt der Familienvater.

Infos arbeitgeber@arbeitsagentur.de und www.dasbringtmichweiter.de".

(kt)
 
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