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Rheurdt
Rätselraten über Zelt im Wald

Rheurdt: Rätselraten über Zelt im Wald
Dieses Foto von dem Zelt im Wald machte ein Spaziergänger. Manchen Menschen in Rheurdt war das Ganze nicht geheuer. FOTO: N. König
Rheurdt. Ein rätselhaftes Zelt, das längere Zeit im Wald bei Rheurdt gestanden und für Spekulationen unter den Bürgern geführt hat, ist nun bei der Gemeindeverwaltung abgegeben worden. In den sozialen Netzwerken hatte das Zelt für rege Diskussionen gesorgt. Von Stefan Gilsbach

"Der Grundstückseigentümer hat uns das Zelt als Fundsache übergeben", sagt Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen.

In den sozialen Netzwerken hatte das Zelt für rege Diskussionen gesorgt, teilweise mit einem bangen Unterton. "Weiß jemand etwas über das Zelt, das seit zirka zwei Wochen oder länger über der Sandkuhle mitten im Wald steht?", postete ein Nutzer am 14. Juli auf Facebook. Eine Nutzerin berichtete: "Ich bin vor zirka drei Wochen dort vorbei gegangen mit meinem Hund, und da waren mindestens zwei Männer (den Stimmen nach) in dem Zelt. Ich habe mich aber nicht getraut nachzusehen oder mich irgendwie bemerkbar zu machen. Dass die ihr Zelt haben stehen lassen, finde ich schon ein starkes Stück."

Andere monierten, dass das Zelt just auf einem Reitpfad platziert wurde: "Ist auch nicht ganz ungefährlich, wenn da jemand raus kommt und die Pferde sich erschrecken."

Dass Leute irgendwo bei Rheurdt oder Schaephuysen wild ihr Zelt aufstellen, komme eher selten vor, sagt Klaus Kleinenkuhnen. Hätten die Unbekannten den Grundstückseigentümer, einen Landwirt, vorher um Erlaubnis gefragt, wäre alles wohl kein Problem gewesen. So droht dem Besitzer des Zeltes nun aber ein ordnungsbehördliches Verwarnungsgeld, falls er bei der Gemeinde vorspricht und sein Zelt abholt.

"Auf Verkehrsflächen und Anlagen der Gemeinde ist das Kampieren grundsätzlich verboten", sagt der Bürgermeister. Allerdings kann man zu bestimmten Ereignissen, etwa Veranstaltungen der Pfadfinder, Ausnahmen beantragen. Das Gleiche gilt natürlich für das Entfachen von Lagerfeuern. "Im Augenblick, das heißt von März bis Oktober, besteht ohnehin größere Walbrandgefahr", sagt Holger Lamers, Leiter der Feuerwehr Rheurdt. Zum Glück gebe es nur vereinzelt Fälle, bei denen die Löschzüge alarmiert werden. Sich auf diese Weise Ärger einzuhandeln, ist überdies überflüssig. "Es gibt doch schließlich offizielle Grillplätze", meint der Wehrführer.

In dem mysteriösen Zelt befand sich laut der Verwaltung übrigens nichts, was den Bürgern Sorgen machen müsste - lediglich ein paar leere Bierflaschen.

Quelle: RP
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