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Die Viktoria plant das nächste Bauprojekt

Lokalsport: Die Viktoria plant das nächste Bauprojekt
1995 wurde der Ascheplatz gebaut. Das Spielfeld ist dringend sanierungsbedürftig. FOTO: Fischer
Alpen. Kunstrasen statt Asche: Die Alpener Fußballer wünschen sich ein Spielfeld ohne Pfützen. Fakt ist, dass der Tennenplatz saniert werden muss. Von Detlef Kanthak

Für die Männer, die sich gerade die Schuhe schmutzig machten, mochte das Wetter gar nicht besser sein. Vor zwei Wochen, als sich mal wieder die Pfützen auf dem Aschenplatz auf der Sportanlage an der Fürst-Bentheim-Straße angesammelt hatten, konnte gemessen und kontrolliert werden, durfte endlich geklärt werden, wie der Untergrund beschaffen ist. Für Jürgen Tooten ein ganz wesentlicher Aspekt auf dem Weg hin zum Kunstrasen. "Das Gutachten läuft", erklärt der Abteilungsvorsitzende der Fußballer von Viktoria Alpen. "Wir warten jetzt auf die Ergebnisse."

Noch ist nicht ermittelt, wie der Untergrund bei seiner Erstellung 1995 angelegt wurde, ob eine Drainage vorhanden und nun auch noch in jenem guten Zustand ist, der den Wandel des kleinen Tennenplatzes weg von der Asche hin zum feinen künstlichen Grün billiger und realistischer machen würde. Beim damaligen Bau wurde fleißig gearbeitet, nur leider weniger aufgezeichnet. Das muss jetzt nachgeholt werden. Unbestritten und unabhängig vom Gutachten der ausführenden Firma aus Bedburg-Hau ist aber, dass der momentane Zustand des Nebenplatzes ein dringendes Argument zum Handeln ist. "Der Aschenplatz ist stark sanierungsbedürftig", weiß Alpens Fußball-Chef. Ein Fakt, der gegen eine aufwendige Renovierung und für eine Neuanlage mit Kunstrasen, der nach seiner Fertigstellung nicht nur den Vereinsabteilungen, sondern auch dem Schulsport zur Verfügung stehen soll, spricht.

Die Vereine in der Nachbarschaft sind da bereits einige Schritte weiter. Die Sportanlagen von Borussia Veen und des SV Menzelen haben durch die Umwandlung ihrer Spielfelder an Wert und Attraktivität gewonnen. Während zu Beginn des Jahrzehnts dort der Wechsel stattfand, arbeitete der Alpener Vorstand an seiner Infrastruktur. Pünktlich zum hundertjährigen Vereinsjubiläum 2011 fiel der Startschuss für die nötig gewordene Renovierung des Sportheims mit seinem 1974 entstandenen, inzwischen aber längst maroden Kabinentrakt. Zwei Jahre später stand den Clubangehörigen ein modernes und dank seiner energetischen Möglichkeiten hochwertiges Vereinsheim zur Verfügung, an dem sich die Viktoria und die Gemeinde gemeinsam beteiligt hatten.

FOTO: Tooten

Auch in Sachen des Kunstrasens wollen Verwaltung und Verein wieder Hand in Hand arbeiten. Abhängig vom aktuellen Gutachten wird seitens der Viktoria eine Kostenabschätzung aufgestellt werden, die dann den Gemeindegremien vorgelegt wird. "Wir wissen, dass dort niemand unserem Vorhaben negativ gegenüber steht", erklärt Tooten. "Die Pläne werden dann in den Ratssitzungen besprochen", hofft der Vorsitzende der Alpener Fußballer auf Zustimmung und Unterstützung seitens der Politik. Wohl wissend, dass die Hürde noch genommen werden muss. "Der Bau des Kunstrasens hängt natürlich auch von der finanziellen Lage der Gemeinde ab", sagt Tooten, der nach seiner letztjährigen Wiederwahl als Vorsitzender die Fußball-Abteilung der Viktoria auch in den kommenden Jahren führen wird. Bis zur nächsten Kandidatur im Jahr 2019 dauert diese Periode, als Zeitpunkt für die Einweihung des alten Spielfeldes mit neuem Belag wäre das aber ein guter Richtwert. "Ich glaube nicht, dass im kommenden Jahr alles erledigt sein wird", bremst er alle voreiligen Gedanken.

Immerhin, ein Trostpflaster hält der Club allen zu ungeduldigen Freunden der Viktoria parat. Der Startschuss für die angedachte Tribünenfläche längs des Vereinsheims und zwischen dem Rasen- und künftigen Kunstrasenplatz gelegen, ist bereits erfolgt. Die ersten Betonfundamente wurden erstellt, die folgenden Arbeiten sollen im Frühjahr fortgesetzt werden. Nach ihrer Fertigstellung wird die dann überdachte Tribüne den Alpener Fußballfreunden und ihren Gästen einen ungestörten Blick über beide Spielfelder bieten.

Quelle: RP
 
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