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Feierstunde
Moers bekräftigt Partnerschaft mit Maisons-Alfort

Moers. Am Ende seiner emotionalen Rede bediente sich Michel Herbillon, Bürgermeister von Maisons-Alfort, beim ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy. "Ich bin ein Moerser" waren die Schlussworte seiner Festansprache im Kulturzentrum Rheinkamp anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft. Drei Tage waren Herbillon, der sich selbst als "germanophil" bezeichnet, und seine Delegation sowie Sportlerinnen und Sportler zu Gast in der Grafenstadt. Den Auftakt der Jubiläumsfeier gestaltete Zeitzeuge Karl Freudenstein. Er war 1963 als Konferenzdolmetscher des Verteidigungsministeriums bei der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages dabei. Dieser Vertrag war letztlich auch die Basis deutsch-französischer Städtepartnerschaften. Damals sei es kaum denkbar gewesen, dass es unter den ehemaligen Erzfeinden zu einer echten Freundschaft kommen könnte. Die Menschen hätten diese aber angenommen und mit Leben gefüllt. So wie die Bürgerinnen und Bürger aus Moers und Maisons-Alfort am 16. April 1966. An diesem Tag unterschrieben die Bürgermeister Albin Neuse und René Nectoux den Partnerschaftsvertrag. Die heutigen Amtsträger bekräftigten diesen Vertrag mit ihrer Unterschrift.

Bürgermeister Christoph Fleischhauer ging in seiner Rede auf die herausragende Bedeutung der Begegnungen ein. "Sie fördern in ganz besonderem Maße das Verständnis zwischen den Menschen beider Städte und Nationen." Und er verriet, dass er selbst "ein Kind dieser Städtepartnerschaft" ist. Seine heutige Ehefrau Annegret lernte der Schwimmer bei einem Sportaustausch kennen. "Bei seinem ersten Besuch als Bürgermeister vor zwei Jahren tauschte Christoph mit seiner Annegret unter dem Eifelturm in Paris einen Kuss aus. Ich hoffe, dass die beiden - so wie jetzt unsere Städtepartnerschaft - einmal Goldene Hochzeit feiern werden", kommentierte Herbillon. Als Symbol für die weitere Verwurzelung der Städtepartnerschaft pflanzten Fleischhauer und Herbillon am Sonntag gemeinsam auf der neuen Großsportanlage Filder Benden einen Baum. Dies sei in Zeiten der schwersten Krise Europas auch ein wichtiges Zeichen. Vor der Baumpflanzung ehrten Fleischhauer und Herbillon noch die Tennisspieler und Handballer beider Städte, die an diesem Wochenende gegeneinander antraten. Auch der Besuch des Last Exit Festivals in der Maschinenhalle Pattberg gehörte zum Programm.

Quelle: RP
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