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Nettetal
Krankenhaus: Umgang mit Schwerstkranken lernen

Nettetal. Pilotprojekt der Robert Bosch Stiftung: Mitarbeiter werden in der richtigen Kommunikation geschult.

Es ist unumstritten, wie wichtig eine gute und einfühlsame Kommunikation zu einem schwerkranken Patienten ist. Jedoch fehlen manchmal die richtigen Worte oder aber die Fähigkeit, nach Überbringung einer schlechten Nachricht die Trauer des anderen auszuhalten. "Da setzen wir mit unserem Projekt an", so Dr. Martina Levartz, Geschäftsführerin des Institutes für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein. "Übergeordnetes Ziel unsere Fortbildungsinitiative ist es, die Versorgung Schwerstkranker zu verbessern."

Zurzeit werden die Fortbildungsinhalte im Detail definiert, um zu Beginn des kommenden Jahres in die Schulungsphase einzusteigen, die in den Seminarräumen des Krankenhauses stattfinden wird. Dabei stehen Themen wie Krankheitsverarbeitung, Trauer, Kommunikation mit Schwerstkranken und ihren Angehörigen sowie die Selbstfürsorge auf der Agenda. Neben der Vermittlung von theoretischen Inhalten werden vor allem auch praktische Übungen zur Gesprächsführung und gezieltes Kommunikationstraining im Zentrum der Fortbildung stehen. "Wir freuen uns, mit dem Nettetaler Krankenhaus so einen kompetenten Partner mit im Boot zu haben", so Levartz, "schließlich wird die Arbeit auf der Palliativstation in Nettetal bereits seit mehreren Jahren praktiziert." Und: "Eines unserer höchsten Anliegen ist es, uns stetig weiter zu entwickeln, um unseren Patienten die Zeit, die Ihnen bleibt, so angenehm wie möglich zu machen", führt Elsbeth Steinfort, ärztliche Leiterin der Palliativstation in Nettetal fort.

Neben Mitarbeitern aus dem Nettetaler Krankenhaus nehmen auch Vertreter von fünf Arztpraxen, eines Pflegedienstes und eines Pflegeheims aus Nettetal am Projekt teil. Es ist auf insgesamt eineinhalb Jahre angelegt. Am Ende werden die Ergebnisse anhand von Befragungen der beteiligten Berufsgruppen evaluiert. Projektpartner sind neben der Ärztekammer Nordrhein und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, der Pflegerat NRW wie auch der Verband Medizinischer Fachberufe und das Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein. Das Projekt wird in Nettetal starten und soll im Anschluss auf weitere Regionen ausgeweitet werden, um möglichst viel Ärzte, Medizinische Fachangestellte und Pflegepersonal zu erreichen.

(kai)
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