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Nettetal
Neuer Segen für das historische Wegekreuz

Nettetal: Neuer Segen für das historische Wegekreuz
Das Wegekreuz von 1850 wurde jetzt wieder eingesegnet. FOTO: heko
Nettetal. Das rund 165 Jahre alte Wegekreuz in der Hinsbecker Honschaft Hombergen, das zwei Jahre umfangreich restauriert wurde, hat GdG-Pfarrer Benedikt Schnitzler wieder eingesegnet. Beim Anblick eines Wegekreuzes empfänden viele Menschen Einkehr und Ruhe, so seine Schilderung. Es sei ein Ort zum Innehalten.

Klaus Hubatsch von der evangelischen Kirchengemeinde Hinsbeck-Lobberich dankte der Hombergener Straßengemeinschaft für ihr Engagement, mit dem sie sich für den Erhalt des Wegekreuzes eingesetzt habe.

Zur Geschichte des Kreuzes berichtete Ralf Hendrix vom VVV Hinsbeck Folgendes: Das Kreuz sei um 1850 von der Gräfin Auguste von Schaesberg, Witwe des Hinsbecker und Leuther Bürgermeisters Heinrich von Schaesberg, aufgestellt worden. Anlass war ein Unglück, dem sie entgangen war, als nach einem Blitzeinschlag ein starker Ast direkt hinter ihrer Kutsche herabfiel. Aus Dankbarkeit, dass dadurch niemand verletzt wurde, ließ sie dieses Kreuz mit Korpus errichten.

Vor vier Jahren sei festgestellt worden, dass das alte Wegekreuz so stark unter Fäulnis litt, dass es nicht mehr standfest war. Es wurde demontiert. Dabei wurde gleichzeitig festgestellt, dass auch der Korpus stark angegriffen war.

Nach mehr als zweijähriger Restaurierung des alten Korpus' wurde dieser mit einem neuen Kreuz wieder am alten Platz aufgestellt. Der Hinsbecker Schreinermeister Dieter van de Ven hatte das neue Kreuz gefertigt, der Kempener Restaurator Matthias Sandmann restaurierte den Korpus.

Die Kosten stiegen von geplanten 1500 Euro auf knapp 4000 Euro. VVV-Vorsitzender Peter Beyen dankte der Golfanlage Haus Bey, auf deren Grundstück das Kreuz steht, für die Übernahme. Bürger der Honschaft Hombergen wollen sich künftig um die Pflege des Kreuzes kümmern.

(heko)
 
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