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Nettetal
Zerstörungen im Wassergarten beseitigt

Nettetal: Zerstörungen im Wassergarten beseitigt
Stadtwerke-Chef Norbert Dieling (l.) lässt sich von Frank Hendrix, Leiter für Gebäude, den neuen Bachlauf zeigen. FOTO: D. Buschkamp
Nettetal. Im geo-hydrologischen Wassergarten gibt es immer wieder Probleme: Besucher werfen Steine in den Bach, beschädigen Zäune und die Teichfolie. Für 50.000 Euro wird das Ausflugsziel jetzt hergerichtet. Und das ist teurer als geplant Von Daniela Buschkamp

Norbert Dieling, Geschäftsführer der Stadtwerke Nettetal, könnte zufrieden sein: Zahlreiche Menschen - von Kindern bis zu Rentnern - besuchen den geo-hydrologischen Wassergarten der Stadtwerke, der neben der Sequoia-Farm im Grenzwald liegt. Doch die frei zugängliche Anlage ist seit drei Monate geschlossen und wird jetzt wieder hergerichtet. "Die Zäune werden immer wieder zerstört", schildert Frank Hendrix, Leiter für Gebäude bei den Nettetaler Stadtwerken. Hundehalter hätten zudem die Verbotsschilder ignoriert und ihre Tiere im Teich schwimmen lassen. Dadurch werden die Uferpflanzen beschädigt. In der Pumpe haben sich Steine festgesetzt; auch sie muss ausgetauscht werden. Was Dieling ebenfalls ärgert: "Wir haben mit Steinen einen Bachlauf gestaltet, doch sie werden immer wieder in das Bett geworfen." Das wird nach der Wiedereröffnung am Mittwoch, 21. Juni, unmöglich sein: "Wir haben das Bachbett aus Beton angelegt, die Steine einbetoniert", sagt Dieling.

Rund 50.000 Euro kostet es die Stadtwerke, das beliebte Ausflugsziel wieder herzurichten. Damit musste deutlich mehr Geld ausgegeben werden als zunächst geplant. "Den Teich mussten wir komplett erneuern. Die Teichfolie war zerstört und musste ersetzt werden", so Dieling. Zudem habe man sich dafür entschieden, den bisher in den Teich ragenden Steg abzubauen. "Niemand kann kontrollieren, ob die Hundehalter sich an die - auch im Grenzwald - geltende Anleinpflicht halten. Bereits mehrfach wurden die Schilder demoliert", schildert Hendrix. Durch den Abbau des Steges und durch die neue Umzäunung sollen die Tiere vom Wasser abgehalten werden. Auch Menschen betrachten den Teich als Wasserfläche zum Schwimmen oder Paddeln. "Erst vor kurzem war jemand im Schlauchboot unterwegs", sagt Hendrix.

Das Ziel des Wassergartens: Er will für die Besucher die landschaftliche Entstehung des linken Niederrheins mit seinen typischen Lebensräumen nachempfinden. Dass das Konzept aufgeht, kann Frank Hendrix bestätigen: "Der Teich bietet einen Lebensraum für viele Amphibien und Molche." Typische Bäume wie Silbereiche, Ahorn oder Erlen sorgen für sattes Grün.

Zudem können die Spaziergänger mehr erfahren über die Unterschiede bei der Oberflächenversickerung von Wasser - oder sie entdecken das Braunkohlewäldchen. Dort wachsen Pflanzen, die vor zwei Millionen Jahren in den Wäldern des linken Niederrheins heimisch waren.

Jedes Jahr bis Oktober ist der Wassergarten geöffnet - daran wird sich auch nach der Instandsetzung nichts ändern. "Wir können nur hoffen, dass die Besucher die Fläche respektieren", sagt Norbert Dieling. Eine Überwachung sei dort nicht zu leisten. Bereits jetzt würden regelmäßige Kontrolle stattfinden. Oft würden auch Besucher Auffälligkeiten wie Vandalismus melden.

Die Eröffnung ist für den Sommeranfang geplant. Ein Programm dazu wird es laut Stadtwerke Sprecherin Sigrid Rautenberger nicht geben.

Quelle: RP
 
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