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Neukirchen-Vluyn
Schwerer Unfall auf Kreuzung bei Rayen

Schwerer Unfall auf Kreuzung in Neukirchen-Vluyn
Schwerer Unfall auf Kreuzung in Neukirchen-Vluyn FOTO: Marcus Koopmann
Neukirchen-Vluyn. Bei einem Unfall im Bereich Geldernsche Straße/Lintforter Straße sind vier Menschen verletzt worden. Zwei Frauen werden mit Hubschraubern in Kliniken gebracht. Im Internet wird über die neuen Ampelphasen als Grund spekuliert. Von Stefan Gilsbach

Es krachte mitten auf der Kreuzung: Als eine 58-Jährige aus Kerken gestern um 8.30 Uhr am Ortsausgang von Rayen nach links auf die Lintforter Straße abbiegen wollte, kollidierte ihr Wagen mit dem einer Fahrerin aus Alpen, die nach Vluyn unterwegs war. Diese Frau, 47 Jahre alt, wurde schwer verletzt, ebenso eine ihrer Beifahrerinnen im Alter von 24 Jahren. Die Alpenerin wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein örtliches Krankenhaus gebracht, die junge Frau, wurde, ebenfalls mit Hubschrauber, in eine Spezialklinik geflogen. Lebensgefahr besteht laut einem Polizeisprecher jedoch nicht.

Mit leichteren Verletzungen kamen die 58-jährige Kerkenerin und die zweite Beifahrerin (44) im Wagen der Alpenerin davon. Die beiden Frauen wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht und ambulant behandelt. Während der Bergung der Verletzten und der Unfallaufnahme sperrte die Polizei die Kreuzung Geldernsche Straße/Lintforter Straße. Der Verkehr aus vier Richtungen wurde umgeleitet. Die Sperrung wurde gegen 10.45 Uhr aufgehoben.

Doch wie kam es zu dem Unfall? Hatte eine der beiden Fahrerinnen Rot übersehen? Zu diesen Fragen wollte die Kreis Weseler Polizei gestern keine Stellungnahme abgeben. Dafür äußerten sich in den sozialen Netzwerken rasch nach Bekanntwerden der Nachricht Bürger über ihre persönlichen Erfahrungen an dieser Kreuzung. Sie sehen in der Ampelschaltung eine Gefahr für die Verkehrssicherheit. "Seit die neue Ampelanlage steht, knallt es doch dauernd", schildert Kirsten Bielawski ihren Eindruck. Auch Hans Schülling meint: "Bei mehreren Autos gab es nur für das erste grünes Licht, die weiteren hatten schon wieder Rotphase. Wobei, der Gipfel der Logik, die gegenüberliegende Seite noch lange Grün hatte." Vor einem Umbau der Ampelanlage sei alles hervorragend geschaltet gewesen, meint der Facebook-Nutzer.

Doch gab es tatsächlich Eingriffe in die Programmierung der Ampel? Bei den beiden Straßen, die sich auf dieser Kreuzung treffen, handelt es sich um die L 474 (Geldernsche Straße) und die L 476 (Lintforter Straße). Für beide Landstraßen ist der Landesbetrieb Straßenbau NRW zuständig. Wilhelm Kuypers, Pressesprecher der Niederlassung des Landesbetriebes in Wesel, erklärt: "Die Ampelanlage wurde in den Monaten Dezember und Januar erneuert." Bei dieser Gelegenheit sei die Programmierung der Rot- und Grünphasen aber nicht angetastet worden. "Vor drei Wochen gab es allerdings eine Veränderung der Ampel-Software", fügt er hinzu. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass die Grünphase für die Fahrzeuge auf der L 474 aus Richtung Moers zu kurz sei, daher sei sie verlängert worden.

Jüngst verändert worden sei übrigens auch die Ampelschaltung an der nicht weit entfernte Kreuzung Tersteegenstraße/Lintforter Straße. "Diese Stelle war als Unfallschwerpunkt bekannt", sagt Kuypers.

Quelle: RP