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Neukirchen-Vluyn
"Weltreise" mit einem tollen Bordprogramm

Neukirchen-Vluyn: "Weltreise" mit einem tollen Bordprogramm
Eine Tanznummer im "ägyptischen" Stil führten Schülerinnen der fünften und sechsten Klassen auf. Das Varieté des Stursberg-Gymnasiums war auch in diesem Jahr höchst sehenswert und bewies, über wie viel Talent die Mädchen und Jungen verfügen. FOTO: Klaus dieker
Neukirchen-Vluyn. Zum zwölften Mal zeigte das Julius-Stursberg-Gymnasium, wie man ein hervorragendes Varieté in Teamwork auf die Bühne bringen kann. Die Zuschauer waren von der Show "Weltreise" begeistert. Von Ulrike Rauhut

Einmal im Jahr können die Schüler des JSG sich selbst und der Welt beweisen, dass sie sich nicht nur mit Mathe, Deutsch und Englisch auskennen, sondern auch eine professionelle Bühnenshow auf die Beine stellen können.

Seit Monaten hatte das Orga-Team des elften Jahrgangs dafür geschuftet, um von der Bühnentechnik über die Eintrittskarte bis zum Pausensnack alles auf die Beine zu stellen. Und so entfachten die Jugendlichen am Donnerstag und Freitag wieder ein Feuerwerk der Talente in ihrer ausverkauften Schulaula. Verbunden durch die Idee einer Weltreise per Schiff präsentierten die Fünft- bis Zwölftklässler und einige Ehemalige ein "Bordprogramm" in 27 Programmpunkten, das anregend, kurzweilig und perfekt organisiert auf die Bühne gebracht wurde.

Bereits beim Eintreten in die Schule konnten sich die Besucher wie Gäste eines Kreuzfahrtschiffes fühlen. Die Gastgeber empfingen die Einströmenden mit Sekt und standen als gut gelaunte Bordanimateure Spalier. In wechselnden Moderatorenteams kündigten dann die Stewards und Stewardessen die einzelnen Auftritte an. Von Gesang, ob als Solo, Duo, Chor oder Band, über witzige Theaterstückchen, Tanz und Instrumentalmusik bis zu Akrobatik, Karate und Trommeln wurde eine bunte Show geboten, von der es schwerfällt, einzelne Auftritte herauszuheben und andere nicht zu erwähnen.

Besonders schön war es zu sehen, wie Groß und Klein gemeinsam auf der Bühne agierten und wie auch die Jüngeren den bühnenerfahrenen Älteren in nichts nachstanden. So begeisterte der Siebtklässler Max Brouren mit seinem Song "Astronaut" ebenso wie die Abiturientinnen Corinna Niehaus und Taalke Sitter mit ihrer Gänsehaut-Version von "Wrecking Ball".

Mit wechselnden Gruppen zeigte die Varieté- AG, in der Schülerinnen von der 5. bis 10. Klasse das ganze Jahr über fleißig üben, ihre Kreativität und Beweglichkeit. So bauten sie beim Stopp in Ägypten menschliche Pyramiden, präsentierten sich in Indien als beeindruckende Schlangenmenschen und turnten an Stangen zu live gespielten afrikanischen Trommel-Rhythmen. Der rockige Auftritt der Schulband kam ebenso gut an wie der einzige rein klassische Vortrag von Christian Schila und seinem Beethoven-Stück "Pathetique".

Als ein "Klassiker, der jedes Jahr besser wird", war der ehemalige Schüler Patrick Stenzel als Experte für Balladen-Rap wieder mit von der Partie, diesmal mit Goethes "Auf dem See". Auch Saxofonist Louis Koth mit seiner Begleiterin Julia Schlee am Klavier ist so ein Dauerbrenner. Beide sind bereits seit sechs Jahren dabei. Eine bewegende Vorstellung gaben die drei Szanlinsky-Schwestern Lea, Hannah und Kira mit dem selbst komponierten Lied "Zusammen".

Die Umbauten zwischen den Auftritten wurden vom Bühnenteam unter der Leitung des ehemaligen Schülers Tim Ruthmann reibungs- und geräuschlos organisiert. Dazu gab es wieder einen Film, in dem witzige Momente auf der "M.S. Stursberg" gespielt wurden. Als weitere kreative Überbrückung wuselten Schüler der Klasse 7e als aufdringliche Touristen durch die Zuschauerreihen.

"Ihr helft mir zu fliegen - nach den Sternen zu greifen", hieß es in einem Lied, und das gilt auch für die beeindruckende Teamarbeit der Stursberg-Schüler, die sich im furiosen Finale noch einmal alle zusammen präsentierten. Schulleiterin Susanne Marten-Cleef zeigte sich begeistert von der Show, die am Donnerstag sogar auf ihren Geburtstag fiel: "Ihr habt das Schulschiff zum Traumschiff gemacht!" Und obwohl für Renate Frisch als betreuende Lehrerin und auch für die Abiturienten die Varieté-Zeit zu Ende geht, freuen sich Kolleginnen und viele Schüler jetzt schon darauf, dieses einzigartig kreative Schulprojekt weiterzuführen.

Quelle: RP
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