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Neuss
Bürgermeister spendiert Hahn zum Abschied ein Eis

Neuss. Der Sozialdezernent verlässt nach sieben Jahren das Rathaus. Stefan Hahn wechselt als Beigeordneter zum Städtetag. Von Ludger Baten

Er kam 2009 als Fremder. Sieben Jahre später waren gestern viele Neusser in den alten Ratssaal geeilt, um einen Vertrauten zu verabschieden, der manchem in der Stadt ein Freund geworden ist - nicht nur unter Schützen, bei denen er als Grenadier im Zug "Sportfreunde" mitmarschiert. Auch Bürgermeister Reiner Breuer, der zunächst die Verdienste seines Kollegen aus dem Verwaltungsvorstand für Neuss und die Neusser gewürdigt hatte, verfiel zum Ende seiner Laudatio ins vertraute Du: "Danke, Stefan!" Starker Beifall aus dem Auditorium.

Im Frühjahr 2009 war Stefan Hahn einstimmig - das kommt bei Personalentscheidungen nicht oft vor - vom Rat zum Beigeordneten gewählt worden. Den Vertrauensvorschuss, mit dem er begrüßt wurde, zahlte der neue Sozialdezernent schnell zurück. Ein kleines Kunststück, denn er trat die Nachfolge von Peter Söhngen an, der viele Jahre das "soziale Gewissen" der Stadt unter den Beigeordneten war. Zuletzt war Hahn als oberster Flüchtlingsmanager im Rathaus gefordert.

Hahns achtjährige Amtszeit als Wahlbeamter läuft erst in einem Jahr aus. Doch der Stadtrat stimmte einer Beurlaubung zu, um dem 47 Jahre alten Verwaltungsjuristen den Wechsel in die Chefetage des Deutschen Städtetages in Köln zu ermöglichen. Dort beginnt er am 1. Juni als Beigeordneter für Arbeit, Jugend, Gesundheit und Soziales. In Neuss ist sein Nachfolger bereits gefunden und im Dienst: Ralf Hörsken.

Bürgermeister Breuer versüßte Hahn, dem der Abschied hörbar schwer fiel, im wahrsten Sinne des Wortes die Trennung: Er hielt einen Eisbecher für den Scheidenden bereit; ein Hinweis darauf, dass Stefan Hahn Süßes, vor allem aber Eis liebt - auch während der Dienstzeit.

Quelle: NGZ
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