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Neuss
Das Land gibt Geld für Spielplätze

Neuss. Aus einem Sonderprogramm des Landes NRW für soziale Infrastruktur fließen insgesamt 192.000 Euro nach Neuss. Damit sollen zwei Spielplätze und eine Streetwork-Anlage für Jugendliche ausgebaut werden. Von Helga Bittner

Den Plan gibt es schon länger, nun ist auch das Geld da. Mit 45.500 Euro bezuschusst das Land NRW die Fertigstellung der Streetwork-Anlage für Jugendliche an der Karl-Arnold-Straße. Die Maßnahme ist Teil eines Pakets im Wert von insgesamt 192.000 Euro, die das Land aus Städtebaumitteln für drei Projekte in Neuss bewilligt hat. Neben der Streetwork-Anlage sind es noch zwei Kinderspielplätze, deren "Ertüchtigung" bezuschusst wird: Rund 64.000 Euro gibt es für den Spielplatz an der Heerdterstraße im Barbaraviertel und 84.000 Euro für den Spielplatz an der Harffer Straße in Erfttal.

Auf Initiative der SPD hatte die Stadt Neuss entsprechende Anträge beim Land gestellt, das im Rahmen des zweiten Nachtraghaushaltes über ein Sonderprogramm für soziale Infrastruktur in 2016 und 2017 insgesamt 25 Millionen Euro bereitgestellt hat. "97 Städte und Gemeinden haben für das Programm Anträge gestellt", sagt SPD-Fraktionschef Arno Jansen, 77 werden unterstützt. Auch sein Pendant bei der CDU, Jörg Geerlings, freut es, dass "der Bedarf in Neuss anerkannt ist".

Mit den vom Jugendamt und dem Amt für Stadtplanung ausgewählten Projekten hat Neuss auch die laut Jansen drei wichtigsten Fragen für die Bewilligung offensichtlich positiv beantwortet: "Liegen die Projekte in städtischen Problemquartieren? Werden Kinder und Jugendliche bei Planung und Umsetzung beteiligt? Dient das Projekt einer kommunalen Präventionsstrategie?"

Für Frank Laubig, Geschäftsführer des Bauvereins, ist die Zusage des Landes so etwas für das Startzeichen zur weiteren Entwicklung der Südlichen Furth: "Wir haben Kinderspielplätze und Grünflächen dort", sagt er, "und für die Jugendlichen wollten wir eine Anlage in einer ehemaligen Verladehalle einrichten."

65.000 Euro waren dafür angesetzt worden, bislang gibt es nur Basketballkörbe und Tore. Die fehlenden 20.000 Euro will der Bauverein selbst investieren und damit eine "Workout"-Anlage realisieren. Anfang des Jahres, so sagt Lubig, könnten Workshops starten, denn für ihn steht es außer Frage, dass die Jugendlichen selbst mit den Streetworkern zusammen überlegen, wie die Anlage auf der 2000 Quadratmeter großen Fläche ausgestaltet werden kann. "Wir werden das Gelände dann sicher auch einzäunen", sagt er, "aber es soll dennoch offen und nutzbar für alle sein."

Auch die Spielplätze im Barbaraviertel und in Erfttal gibt es schon seit längerem, aber "sie sind stark renovierungsbedürftig", erklärt Markus Hübner, der Leiter des Jugendamtes. Die Förderung des Landes sei schon eine "ordentliche Summe", sagt er, der zudem die Kinder des jeweiligen Viertels mit ihren Wünschen und Ideen einbeziehen will.

Am liebsten schon am kommenden Freitag soll der Rat über die Maßnahmen beschließen, sagt Planungsdezernent Christoph Hölters. "Die Mittel sind in den Haushalt eingestellt", erklärt er, denn rund 30 Prozent der Baukosten muss die Stadt für die beiden Spielplätze noch übernehmen. Hölters geht davon aus, dass die Maßnahmen noch 2017 realisiert werden.

Quelle: NGZ
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