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Neuss
"Dörfer mit Zukunft": Zwei Neusser Orte auf dem Treppchen

Neuss: "Dörfer mit Zukunft": Zwei Neusser Orte auf dem Treppchen
Roland Woelk nahm die Urkunde von Hans-Jürgen Petrauschke (re.) für den Neusser Stadtteil Elvekum entgegen. FOTO: L. Berns
Neuss. Elvekum und Schlicherum waren bei dem kreisweiten Wettbewerb erfolgreich. Gesiegt haben jedoch die Orte Hülchrath und Straberg.

Sie schafften es zwar nicht zum Wettbewerb auf Landesebene, zählen nun aber trotzdem zu den schönsten Dörfern im Rhein-Kreis Neuss: Elvekum und Schlicherum. Die beiden Neusser Ortsteile landeten beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" auf dem Treppchen und wurden jetzt bei einer Feierstunde in Grevenbroich von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke ausgezeichnet. Schlicherum belegt gemeinsam mit fünf anderen Dörfern einen mit 400 Euro dotierten dritten Platz und erhielt einen Sonderpreis für das dortige Berufsförderungszentrum, während Elvekum gemeinsam mit vier anderen Dörfern auf einem stolzen ersten Platz glänzt. Der Elvekumer Heimatverein kann sich auf ein Preisgeld von 800 Euro freuen und damit das Dorf weiter verschönern.

Landrat Petrauschke gratulierte den Vertretern der Dörfer zu dem Erfolg, regte jedoch auch an, die Auszeichnungen als Ansporn zu sehen, künftig vielleicht noch erfolgreicher zu sein. Gute Beispiele dafür: Straberg (Dormagen) und Hülchrath (Grevenbroich). Die beiden Dörfer gehen als Kreissieger aus dem Wettbewerb hervor und haben sich damit für den Landeswettbewerb 2018 qualifiziert. Insgesamt 20 Dörfer waren im Juni von neun Fachleuten einer Bewertungskommission nach speziellen Kriterien begutachtet worden. Interessant: Straberg meldete sich zum ersten Mal bei dem Wettbewerb an und räumte gleich ab, während Hülchrath in Sachen "Unser Dorf hat Zukunft" mit dem nunmehr sechsten Sieg bereits ein "alter Hase" ist.

"Die Ziele von ,Unser Dorf hat Zukunft' sind im Rhein-Kreis Neuss vielerorts nicht nur erreicht, sondern auch übertroffen worden", betonte Hans-Jürgen Petrauschke in seiner Ansprache. Was die Jury in Elvekum besonders überzeugt hat: das bürgerschaftliche Engagement des Heimatvereins, die Pflege und Entwicklung der Grünanlagen und Wegekreuze sowie die Weiterentwicklung des Kirmesplatzes. Stellvertretend für seinen Heimatort nahm Roland Woelk die Urkunde vom Landrat entgegen.

Die Auszeichnung gestern Nachmittag war in das Herbstfest des Kreisverbandes der Gartenbauvereine eingebettet, der kreisweit acht Vereine und exakt 888 Mitglieder vertritt, die das gleiche Ziel wie die Dorfgemeinschaften verfolgen: Sie wollen ihre Umgebung verschönern. Mit Hans-Peter Kirchhof hat der Verband jetzt einen neuen Vorsitzenden. Der 68-Jährige folgt auf Gerhard Bunde, der wie er ebenfalls aus Grevenbroich kommt. Bunde stand 29 Jahre lang an der Spitze des Verbandes, möchte im Alter von 79 Jahren nun etwas kürzer treten.

(cka)
 
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