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Neuss
Kirchenmusikwoche mit Romanischer Nacht

Neuss. Das Eröffnungskonzert ist in der Christuskirche, der Abschluss findet in St. Quirin statt. Von Helga Bittner

Hartmut Rohmer hält mit seinem Wunsch nicht hinterm Berg: Die Kirchenmusikwoche braucht mehr Publikum. Denn ob die alle zwei Jahre von der Stadt Neuss bereitgestellten 16.000 Euro (dazu kommenden noch Fördermittel) aus dem Kulturetat der Stadt zu rechtfertigen seien, hängt für ihn auch mit der Resonanz zusammen. Selbst wenn Rohmer diese Befürchtung als "persönliche Bemerkung" verstanden haben will, und nicht als die des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Kirchenmusikwoche, wird seine Haltung von Kulturdezernentin Christiane Zangs bestätigt: "Wir schauen wie bei all unseren Veranstaltungen auch genau auf die Zuschauerzahlen", sagt sie. Zugespitzt formuliert: Über die Zukunft der Kirchenmusikwoche wird mit den Füßen abgestimmt.

Nach dem Ausstieg der Robert-Schumann-Hochschule vor sieben Jahren hatte man sich in der Arbeitsgemeinschaft auf einen zweijährlichen Rhythmus geeinigt und das Spektrum erweitert. Drei Elemente bestimmen seitdem die Woche: ein Talk, ein Gesangswettbewerb und Konzerte beziehungsweise die besondere musikalische Gestaltung von Gottesdiensten.

Dabei bliebt es auch bei der 57. Auflage der Musikwoche. Zwei Konzerttermine, ein Hochamt, ein Evensong, ein Talk auf dem blauen NGZ-Sofa und der Gesangswettbewerb sorgen dafür, dass es von Sonntag, 4. September, bis Sonntag, 11. September, fast jeden Tag (Ausnahme ist der Montag) eine Veranstaltung gibt.

Die Musikauswahl steht unter dem Motto "Macht - Kirche - Staat?" - und dazu passt auch der Talk mit Dieter Falk über das von ihm komponierte Oratorium "Luther" in der Christuskirche. Mehr noch ist das Motto aber der Erinnerung an den 11. September gewidmet, der sich zum 15 Mal jährt. Das erklärt auch die Terminierung der Musikwoche, die in früheren Jahren eher im Frühjahr oder im Frühsommer stattgefunden hat.

Kirchenmusik sei immer dann wichtig, wenn der Mensch Trost brauche, sagt Münsterkantor Joachim Neugart, der zusammen mit der Kantorin der Christuskirchengemeinde, Katja Ulges-Stein, die künstlerische Leitung hat. So hat er auch der Romanischen Nacht, die erstmals Bestandteil der Kirchenmusikwoche ist und diese auch beschließt, den Titel "Tröstungen - Gestern, heute und morgen" gegeben. Darin eingebunden ist auch die Uraufführung der Komposition von Steven Heelein, die den Wettbewerb der Stadt gewonnen hat. Ausführende werden dabei die Gewinnerein des Orgel- und Gesangswettbewerb des vergangenen Jahres sein: Katarzyna Wilk (Sopran) und Christine Moraal (Orgel). Das erste Konzert der Musikwoche aber findet in der Christuskirche statt: am 4. September mit Werken von Bach und Charpentier.

Quelle: NGZ
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