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Neuss
König überrascht Weckhovener mit besonderer Ehrennadel

Neuss. Mit klingendem Spiel waren gestern Morgen die einzelnen Korps des Schützenvereins Weckhoven von 1863, leicht verspätet, wie der Oberst süffisant anmerkte, ins Festzelt einmarschiert. "Was ist die Steigerung von pünktlich? Pünktlicher", kritisierte Johannes Steinhauer mit einem Augenzwinkern. Der Zeitplan des traditionellen Frühschoppens geriet trotzdem nicht aus den Fugen. Es wurde ein geselliger Morgen mit Feiern, Ehrungen und einer unterhaltsamen musikalischen Begleitung durch den Musikverein Holzheim.

Das Wochenende hatte für die Schützen am Samstag mit Totenehrung, Festeröffnung, Schützengottesdienst in St. Paulus, Feierstunde am Ehrenmal und Tanz im Zelt begonnen. Um den Sonntagvormittag zu entlasten, waren schon einige Jubilare am Abend ausgezeichnet worden. Andere folgten gestern früh. Für 50 Jahre: Wolfgang Coenen, Wilfried Koenen, Jakob Müller, Philipp Haufs und Hans-Christian Ehl. Für 40 Jahre: Günter Stark, Helmut Dahmen, Karl-Heinz Cyliax, Stefan Freiherr, Matthias Kattner, Walter Schaper und Ralf Schnicke.

In diesem Jahr vertritt Jean Luca Falczewski das starke Weckhovener Edelknabenkorps - und Hubertusmajor Heinz-Peter Claßen das Regiment. "Wir haben einen König", verkündete Präsident Dieter Moll zum sonntäglichen Festauftakt von der Bühne aus. "Und was für einen." Schärpe und Kette zierten zu diesem Zeitpunkt zwar schon den König, doch dann kam noch das obligatorische Zepter hinzu. So ausgestattet, war er einer der ersten Gratulanten für zwei neue Ehrenmitglieder des Schützenvereins: Herbert Bolten und Dietmar Lenerz.

In seiner Laudatio lobte Präsident Dieter Moll mit Bolten den langjährigen Schriftführer im Komitee und dankte dem neuen Ehrenpräsidenten Lenerz, der die Schützen in ein neues Zeitalter geführt habe.

Ein besonderes Geschenk hat der Schützenverein für die Korpskönig und -sieger: Sie erhielten eine Schützenuhr mit Wappen des Ortes.

Philipp Haufs, Sportschütze sei mehr als 50 Jahren wurde von Günther Ludwigs, dem Kreisvorsitzenden des Rheinischen Schützenbundes, mit der Verdienstspange in Gold auszuzeichnen.

König Claßen überraschte die Schützen mit einer besonderen Idee. Weil es schwer sei, die Königsgunst gerecht zu verteilen, habe er sich entschlossen, jedem eine Anstecknadel zu verleihen. Orden bekamen nur Herbert Bolten und Standartenträger Hans Berendt.

(ho-)
 
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