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Neuss
Neue Leerstände in Grimlinghausen

Neuss. Stadtverordneter Peter Ott (SPD) weist die Verwaltung auf leerstehende Geschäfte im Stadtteil hin. Von Oliver Burwig

Peter Ott vom SPD-Ortsverein Neuss-Süd zeigt sich besorgt: "Ich hoffe nicht, dass das anhält." Zwei Geschäfte schlossen in den vergangenen Wochen ihre Türen in Grimlinghausen, ein drittes hat die Schließung angekündigt. Bedenklich für den Stadtteil mit mehr als 8000 Menschen, findet Ott. Er informierte die Verwaltung, nun will das Amt für Wirtschaftsförderung Kontakt mit den Eigentümern der leerstehenden Immobilien aufnehmen. Was aus den Ladenlokalen wird und wie lange sie leerstehen werden, weiß noch niemand - das neue Einzelhandelskonzept der Stadt sieht die Verwaltung aber nicht bedroht. "Jeder Leerstand ist schade", sagt Frank Wolters, der das Amt für Wirtschaftsförderung leitet. "Zeitnah" wolle man mit den Besitzern der Räume sprechen, in denen sich bis Ende vergangenen Jahres noch ein Frisör- und ein Second-Hand-Laden befanden. Ein langer Leerstand, der wie im jetzigen "Nahkauf" am Cyriakusplatz über ein Jahr dauerte, ist laut Wolters unwahrscheinlich. "Grimlinghausen ist ein attraktiver Standort." Trotz der beiden kurz aufeinanderfolgenden Schließungen sei keine Tendenz auszumachen - obwohl ein Zettel an der "Goldschmiede Kentrup" schon das nächste leere Schaufenster ankündigt. Der Geschäftsführer will aus Altersgründen schließen.

Grimlinghausen ist mit den beiden Rewe- und Nahkauf-Märkten von der Stadt als Nahversorgungszentrum ausgewiesen. Diesen Status sieht Wolters auch jetzt nicht bedroht. Zudem seien noch genügend Frisör-Geschäfte im Stadtteil vorhanden, der Second-Hand-Laden sei eher ein Bonus gewesen. Wollen die Eigentümer die Zusammenarbeit mit der Stadt, so können sie ihre Immobilien mit Hilfe der Wirtschaftsförderung vermarkten lassen. Sollten allerdings nicht verlängerte Verträge seitens des Vermieters, Preiserhöhungen oder andere Gründe für den Leerstand verantwortlich sein, sei auch sie machtlos. "Wir haben keinen Einfluss darauf, wer letztendlich in die Ladenlokale einzieht", sagt Wolters.

Auf die Leerstände wird Ott ein Auge behalten. Mitte des Monats wolle er die Anfrage der Verwaltung erneut vorlegen, um zu prüfen, ob die Gespräche aufgenommen sind. Auch er kann sich nicht vorstellen, dass der Standort lange unbesetzt bleiben. Einen Wunschmieter hat er auch schon: "Es fehlt an einem Metzger mit eigenem Laden."

Quelle: NGZ
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