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Neuss
Parkplatz-Ärger an der Hymgasse

Neuss. Fehlende Parkplätze für Anwohner, eine verstopfte Straße, durch die kaum ein Rettungswagen passt, permanente Missachtung des absoluten Halteverbots - die Beschwerden der Hymgassen-Anwohner sind weitreichend. "Es ist eine Katastrophe", sagt Manfred Stump, der sein Auto wegen der oft aussichtslosen Parkplatzsuche verkaufte. Von Simon Janssen

Regelmäßig hört der Rentner Klagen von seinen Nachbarn, die immer wieder Knöllchen in Höhe von 15 Euro zahlen müssten.

Eine Anwohnerin machte ihrem Ärger jetzt im Beschwerdeausschuss Luft. Das Problem: Es gebe nur wenige Parkplätze, die den Menschen, die an der Hymgasse wohnen, zur Verfügung stehen. Zudem dürften diese nur zwischen 16 und 9 Uhr mit einem Anwohnerparkausweis genutzt werden. "Das ist eine Zeitspanne, die nicht für jede Berufsgruppe sinnvoll ist. Wenn ich um 14 oder 14.30 Uhr nach Hause komme, habe ich theoretisch kein Recht, dort zu parken", sagte sie. In dieser Zeit kontrolliere das Ordnungsamt aber besonders intensiv.

Dies sei laut der Anwohnerin jedoch nicht mehr der Fall, wenn in den Abendstunden der sogenannte Dönertourismus einsetze. "Da stellen sich die Leute auch vor Garageneinfahrten", sagte die Neu-Neusserin über die Imbissbuden-Besucher. Das absolute Halteverbot sei dabei ebenso wenig ein Tabu wie die Belegung des Romaneum-Vorplatzes. In den Abendstunde setze darüber hinaus auch noch der Lieferverkehr ein, für den die Parkplätze an der Ostseite vorgesehen sind: "Da kommt dann vielleicht noch ein Polizeiauto oder ein kleiner Rettungswagen durch, aber ein Feuerwehrauto nicht."

Erschwerend komme laut der Petentin hinzu, dass die Hymgasse abends von Müttern und Vätern zugeparkt werde, die ihre Kinder zum Unterricht ins Romaneum bringen oder abholten. "Manche machen die Warnblinkanlage an und gehen zwischendurch etwas einkaufen", beschwerte sich die Anwohnerin, die unter anderem anregte, dass die Verwaltung außerhalb ihrer Öffnungszeiten in dem Gebiet kontrollieren solle. Nach Angaben der Stadt sei dies aber längst der Fall. Im Beschwerdeausschuss wurde dennoch beschlossen, die Verwaltung aufzufordern, die Einhaltung der öffentlichen rechtlichen Vorschriften an der Hymgasse und am Neumarkt verstärkt zu kontrollieren. Die Fortsetzung der Diskussion wurde in den Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung verschoben.

Bei der Suche nach einer Lösung sieht Franz Kolbecher, Leiter des Amtes für Verkehrsangelegenheiten, ein Platzproblem: "Wir müssen eben alle Leute berücksichtigen, die am öffentlichen Verkehr teilnehmen. Wenn wir könnten, würden wir die Straße einfach aufblasen."

Quelle: NGZ
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