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Neuss
Politik drängt auf raschen Ausbau beim OGS-Angebot

Neuss. Die sogenannte OGS-Lücke mit 350 akut fehlenden Plätzen im Angebot der Offenen Ganztags-Schule zwingt die Politik zum Handeln. Dabei zeichnet sich zur Aufstockung des Angebotes eine der größten möglichen Koalitionen ab.

Denn sowohl die Koalition von CDU und Grünen als auch die SPD haben eigene Anträge gestellt, um das Thema am Freitag, 9. Juni, auf die Tagesordnung des Rates zu bekommen. "Die Koalition ist sich einig", betont Michael Klinkicht (Grüne), "die Verwaltung in ihren Bemühungen nach zusätzlichen OGS-Plätzen zu unterstützen". Wenn nötig, fügt der Fraktionsvorsitzende hinzu, sei man auch entschlossen, "entsprechende Mittel im Haushalt zu etatisieren".

3250 Plätze im "offenen Ganztag" wurden schon geschaffen und damit ein Versorgungsgrad von 54,8 Prozent erreicht. Das Problem sei aber, sagt die Schulausschussvorsitzende Gisela Hohlmann (SPD), dass sich die Wartelisten zusehends füllen. 214 Namen verzeichnete sie im vergangenen Schuljahr, 349 sind es jetzt. Und der Bedarf werde wachsen, ergänzt Henny Rönneper (Grüne). Einerseits, weil die Kinderzahlen steigen, andererseits, weil ein neues Gebührenmodell beschlossen wurde, das von einer Pauschale abrückt und den OGS-Besuch für Kinder aus finanziell schlechter gestellten Familien sogar kostenfrei macht. Nachbessern ist angesagt.

Beide Antragsteller wollen, dass das schnell geschieht. So soll die Verwaltung darlegen, wie sie noch in diesem Jahr zusätzliche OGS-Plätze zur Verfügung stellen kann. Eine Antwort wird spätestens am 4. Juli im Schulausschuss erwartet.

(-nau)
 
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