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Neuss
Ratsherr will Akteneinsicht wegen Glasfaser-Mängeln

Neuss. Beim Thema "Deutsche Glasfaser" platzt Ratsherr Karl-Heinz Baum (CDU) der Kragen. Gerade in Hoisten seien durch Subunternehmen, die im Auftrag der Deutschen Glasfaser Baumaßnahmen vorgenommen haben, massive Schäden entstanden.

"Es ist ein Thema, das viele Bürger beschäftigt, weil sie sich massiv über nicht sach- und fachgerechte wiederhergestellte Straßen und Wege ärgern", betont Baum. Er hat nun einen Besuch im Rathaus angekündigt, um beim Tiefbaumanagement Einsicht in die vorgenommene Beweissicherung zu erhalten.

Die Deutsche Glasfaser verlegt im Neusser Süden ein offenes Glasfasernetz für schnelles Internet. Wegen Baustellen-Mängeln gab es wiederholt Ärger. Baum ist überzeugt, dass die städtische Infrastruktur nicht nur vor massiven Schäden bewahrt werden müsse. Es gehe auch darum, durch Baumaßnahmen aufgetretene Mängel festzuhalten, um den Verursacher auch zur Verantwortung zu ziehen. Das Tiefbaumanagement hat Baum signalisiert, er könne gerne zur Einsicht der Unterlagen vorbeikommen. Auch einige Fragen des Ratsherren wurden von der Verwaltung beantwortet. Die Antwort falle "formal-juristisch" aus und werde den Anliegen der betroffenen Bürger nicht gerecht, bemängelt Baum.

Unter anderem geht es um die Frage, ob die Stadt das Mittel einer Ersatzvornahme - also Baumängel wiederherzustellen und dem Unternehmen in Rechnung zu stellen - in Betracht ziehe. Die Stadt hat dies als letzte Möglichkeit in Betracht genommen. In der schriftlichen Antwort auf die Fragen von Karl-Heinz Baum heißt es allerdings, dass eine Ersatzvornahme gegenüber der Deutschen Glasfaser wiederholt angedroht worden sei. In einem Fall sei man überein gekommen, dass Straßen auf Kosten der Deutschen Glasfaser von der Stadt verschlossen werden.

(abu)
 
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