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Neuss
Römerpark kommt bei Kunden gut an

Neuss: Römerpark kommt bei Kunden gut an
Die Händler im Römerpark ziehen nach den ersten rund 120 Tagen eine positive Bilanz. Besonders Kaufland sei ein Kundenmagnet. FOTO: Woitschützke
Neuss. Der zweite Bauabschnitt des Einkaufszentrums an der Römerstraße ist so gut wie beendet. Doch damit sind die Arbeiten nicht abgeschlossen. Von Simon Janssen

Mit dem ambitionierten Ziel, eine neue Lust am Einkaufen in der Nordstadt zu entwickeln, ging der Römerpark Anfang November vergangenen Jahres an den Start. Ziel erfüllt - so scheint es zumindest nach den ersten rund 120 Tagen. "Wir sind sehr zufrieden und stehen in engem Kontakt mit den Mietern, von denen wir viele positive Rückmeldungen erhalten", sagt Manfred Reichholf, Geschäftsführer des Investors, der Firma RMI Immobilien. "Wenn man berücksichtigt, wie die Fläche vorher aussah, dann ist das eine sehr gute Entwicklung."

Der zweite Bauabschnitt - also die Fertigstellung aller Fassaden inklusive der gesamten Parkplatzfläche - soll bis Ende dieses Monats abgeschlossen sein. Am 24. März erfolgt die interne Übergabe an die Filiale Siemes-Schuhe, die am 21. April im Römerpark eröffnen wird.

Danach steht nur noch eine rund 1400 Quadratmeter große Ladenfläche leer, deren veredelter Rohbau bereits fertig ist. Dort soll sich schon bald ein Drogeriemarkt ansiedeln - das ist zumindest der Wunsch des Investors. Laut Reichholf liegt der Antrag bereits bei der Genehmigungsbehörde. "Sobald wir die Freigabe erhalten, legen wir mit dem Ausbau der Fläche los. Das wird dann rund drei Monate dauern", prognostiziert der RMI-Geschäftsführer.

Mit der Eröffnung der vorerst letzten Filiale soll die Entwicklung des Römerparks aber noch nicht beendet sein. Nach Angaben von Reichholf könnten weitere Flächen an der Römerstraße generiert werden. Zudem soll das Autohaus Gottfried Schultz modernisiert werden: "Wir wollen das Ganze noch ergänzen und abrunden."

Insbesondere Kaufland hatte hohe Erwartungen an seine erste Filiale in Neuss - und zieht nach den ersten rund vier Monaten eine positive Bilanz. "Die Kunden nehmen unser Angebot gut und gerne an. Dies freut uns sehr, zeigt es doch, dass wir mit der Wahl dieses Standortes die richtige Entscheidung getroffen haben", sagt eine Sprecherin des Unternehmens.

Laut Wirtschaftsförderer Frank Wolter habe die Eröffnung des Römerparks jedoch auch Konsequenzen für die umliegenden Geschäfte außerhalb des Einkaufszentrums, die zunächst von der zeitlichen Lücke, in der das Zentrum gebaut wurde, profitierten. "Dort ist der Kundenzustrom nach der Eröffnung wieder etwas zurückgegangen", sagt Wolters. Dennoch sei die Nahversorgung in der Nordstadt dank des Römerparks wieder vollständig. "Sowohl in der fußläufigen Erreichbarkeit als auch per Auto", sagt der Wirtschaftsförderer.

Die vergangenen zwei Jahre waren gerade für Adler-Moden, seit 35 Jahren in der Nordstadt präsent, nicht leicht. So zog die Filiale während der rund 18-monatigen Baumaßnahme auf eine Interimsfläche - und hatte nicht einmal dauerhaft Licht, Strom und Telefon zur Verfügung. Nach Angaben von Adler-Verkaufsleiter Jürgen Vogt ist ein Teil der Stammkundschaft in dieser Zeit in umliegende Häuser abgewandert. "Entschädigt" wurde Adler-Mode mit seiner bisher modernsten Filiale. Nun richten die Verantwortlichen des Modehauses ihren Blick wieder nach vorn.

"Allein, die Tatsache, dass es einen Parkplatz vor der Tür gibt, ist für viele Kunden ein Argument, in den Römerpark zu kommen. Das ist in der Innenstadt nicht gegeben", sagt Horst Hauffe, Filialleiter seit Anfang Februar.

Quelle: NGZ
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