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Neuss
Schümann: Neuss braucht Gründerzentrum

Neuss: Schümann: Neuss braucht Gründerzentrum
Sven Schümann (r.) will die mit Michael Pulina entwickelte Gründerzentren-Idee zum Antrag an den Stadtrat erheben. FOTO: -nau
Neuss. CDU-Politiker reagiert auf Mangel an Gewerbeflächen mit Förderung von Start-up-Unternehmen. Von Christoph Kleinau

Unter den Neusser Studenten an der Rheinischen Fachhochschule ist die Bereitschaft zu einer Unternehmensgründung beziehungsweise zur Mitarbeit in einem Start-up-Unternehmen überdurchschnittlich hoch. Dies ergab eine Umfrage, die Professor Michael Pulina machte. Aber der Bereitschaft folgt keine Gründung - da es keine Begleitung gibt. Die Fachhochschule wird darauf reagieren und ein akademisches Institut etablieren, das der stellvertretende Bürgermeister Sven Schümann als Baustein für eine Ideenschmiede sieht. "Neuss braucht ein Gründerzentrum für Zukunftstechnologie", sagt Schümann überzeugt. Und genau dieses Zentrum, für das er mit Pulina schon ein Konzept erarbeitet hat, will er jetzt auf die politische Tagesordnung setzen.

Schümanns Grundannahme für diese Projektidee ist in doppelter Hinsicht negativ. Erstens: Die Stadt hat derzeit kaum noch Gewerbeflächen und muss vielleicht schon bald Firmen ziehen lassen. Zweitens: Andere Städte haben längst, was er sich nun auch für Neuss wünscht. Verliert man damit nicht auch die klugen Köpfe unter den Studenten, in denen Geschäftsideen im Bereich Digitalisierung oder Nachhaltigkeitstechnologien heranreifen und diese dann andernorts umsetzen?

Nicht wenn sie auch in Neuss die Unterstützung bekommen, die sie - auch das bestätigt Pulinas Umfrage - bis zu einer Unternehmensgründung benötigen: Ein Team, das mit Beratung oder Seminarangeboten Hilfestellung geben kann bei Themen wie Businessplan, Produktentwicklung, Finanzierung, Patentstrategie oder Teambildung. Städtische Wirtschaftsförderung, Banken und IHK müssten nach Schümanns Überzeugung ebenfalls Teil des Verbundes sein, der ihm vorschwebt und mehr bieten sollen als preiswerten Büroraum.

Viele neue Unternehmen meistern die Herausforderungen der ersten Jahre nicht, und nur aus jeder 20. Unternehmensgründung wird etwas Großes, weiß Schümann. "Aber den gehen zu lassen, könnte einen Schaden für die heimische Wirtschaft bedeuten", sagt er.

Quelle: NGZ
 
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