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Neuss
Seniorenforum zieht ins neue Sozialamt

Neuss. 90 städtische Mitarbeiter sitzen jetzt im sanierten Gebäude gegenüber vom Rathaus. Auch das neue Seniorenforum ist in Betrieb gegangen. Von Susanne Genath

Ein großer, heller Wartebereich, zwei Büros für städtische Mitarbeiterinnen und ein weiteres eine Etage höher für ehrenamtliche Berater: So sieht das neue Seniorenforum aus, das im Rathausgebäude an der Promenade nun als Anlaufstelle für Bürger rund um das Thema Älterwerden dienen soll. Kein großer Wurf, aber ein Anfang. "Wir wollen erst einmal starten und sehen, wie das Angebot genutzt wird", erklärt Hans Schlösser, der stellvertretende Sozialamtsleiter. Eigentlich hatte die Stadt ein Ladenlokal in der Innenstadt gesucht, um das Seniorenforum vom Sozialamt örtlich zu trennen. Sie fand aber kein passendes, das auch bezahlbar gewesen wäre.

Also baute man die ehemaligen Räume des Jobcenters, das in einen Neubau hinter den Hauptbahnhof gezogen ist, entsprechend um und brachte das gesamte Gebäude an der Promenadenstraße gleich mit auf Vordermann - das erste Mal seit 1988. "Es wird in Kürze barrierefrei sein", kündigt Amtsleiter Jürgen Hages an. Es seien nur noch ein paar Restarbeiten zu erledigen.

Vor drei Wochen sind denn auch schon alle Abteilungen des Sozialamtes in das Gebäude, das von Michaelstraße und Promenadenstraße eingeschlossen wird, umgezogen. "Wir freuen uns sehr darüber", sagt Hages. "So haben wir kürzere Wege und können uns schneller absprechen." Bislang waren die über 100 Mitarbeiter des Sozialamtes auf vier Standorte verteilt: Sie saßen im Gebäude des ehemaligen Jobcenters, im neuen Rathaus, in einem Verwaltungsgebäude an der Oberstrasse und in der Feuerwache am Hammfelddamm. Nun arbeiten nur noch einige wenige in Außenstellen. "Rund 90 Mitarbeiter sind hier."

Nachdem zunächst die Fassade saniert worden war, starteten die Innenarbeiten im November 2014. "Wir mussten neue Brandschutzauflagen umsetzen und neue Rettungswege einrichten", erzählt Schlösser. Türen und Bodenbeläge wurden erneuert, Wände gestrichen, Fenster aufgearbeitet - unter Berücksichtigung der Denkmalschutzauflagen. Der Aufzug ist durch eine Sprachansage und ein neues Bedienfeld behindertengerecht geworden. Im Erdgeschoss befindet sich eine Behindertentoilette.

Die Büros des neuen Seniorenforums liegen gleich hinter der Information am Eingang. Die Seniorenbeauftragte des Rates, Karin Kilb, und der Behindertenbeauftragte, Max Fischer, nutzen ein Büro im ersten Stock für ihre Sprechstunden. "Unser Ziel ist, dass möglichst viele Bürger hierher kommen und sich beraten lassen", sagt Schlösser. "Wenn das nicht klappt, müssen wir uns eventuell doch noch nach einem Ladenlokal umsehen."

Allerdings sei man auch bestrebt, die Angebote für Senioren in den einzelnen Stadtteilen bekannter zu machen. Für dieses Netzwerken sei im Juni eigens eine neue Mitarbeiterin eingestellt worden. "Sie soll sich mit den verschiedenen Anbietern im Pflegebereich treffen, eine Bestandsaufnahme machen und die Angebote weitergeben. Denn viele Bürger wissen gar nicht, welche Möglichkeiten es direkt bei ihnen um die Ecke gibt", erklärt Schlösser.

Quelle: NGZ
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