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Neuss
Stadt will mehr Prävention bei Jugendarbeit

Neuss. Landesprogramm "Kein Kind zurücklassen" soll kommen. CDU sieht bei Finanzen noch Redebedarf. Von Andreas Buchbauer

Die Teilnahme der Stadt Neuss am Landesprogramm "Kein Kind zurücklassen" rückt näher. Allerdings sieht die CDU noch Beratungsbedarf, ob die erforderlichen Finanzmittel - für 2017 sind Kosten in Höhe von rund 45.000 Euro vorgesehen - in den Haushalt eingestellt werden. Grundsätzlich sei das Landesprojekt "Kein Kind zurücklassen" zwar begrüßenswert. "Aber wir müssen uns in Neuss die Frage stellen, wo der Mehrwert für die Stadt ist", meint Thomas Kaumanns, jugendpolitischer Sprecher der CDU. "Wir haben in unserer Stadt ja bereits eine ganze Reihe von Präventionsangeboten."

Das von Land und Bertelsmann-Stiftung entwickelte Programm "Kein Kind zurücklassen" soll für eine bessere Vernetzung und Koordination vor Ort sorgen, um Übergänge in der Kindheits- und Jugendphase besser zu gestalten. Dabei kann es sich zum Beispiel um den Wechsel von der Kita in die Schule handeln, aber auch um die Kooperation von Projektpartnern aus den Bereichen Schule, Gesundheitswesen, Kultur, Freizeit, Sport und Familie. Ziel ist der Aufbau kommunaler Präventionsketten zur wirksamen Vernetzung von Unterstützungs- und Hilfsangeboten für Kinder, Jugendliche und ihre Familien von der Schwangerschaft beziehungsweise Geburt bis in den Beruf.

Sozialdezernent Ralf Hörsken machte sich zuletzt im Jugendhilfeausschuss bei der Politik für den Zuschlag stark. "Wenn man ehrlich ist, klappen die Übergänge in NRW nicht - am besten ist es noch zwischen Kita und Grundschule. Es gibt jede Menge Optimierungsbedarf." Man müsse die handelnden Personen auch dienstherrenübergreifend zusammenbringen, dabei sei "Kein Kind zurücklassen" extrem hilfreich. Das Projekt biete die Möglichkeit, die Präventionsketten in Neuss weit über das vorherrschende Maß auszubauen. "Das Programm ,Kein Kind zurücklassen' hat nur Vorteile", betonte Claudia Föhr, jugendpolitische Sprecherin der SPD. Der Verwaltungsvorschlag wurde letztlich angenommen. "Wir sind froh, dass wir jetzt alles Erforderliche auf den Weg bringen können", sagt Bürgermeister Reiner Breuer.

Quelle: NGZ
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