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Neuss
„Weißer Strom“ aus Hummeln

Neuss: „Weißer Strom“ aus Hummeln
30 Tanks voll Pflanzenöl, 30 Generatoren, ein Kraftwerk: An der Duisburger Straße wird Energie für 25 000 Haushalte erzeugt. Ohne dass man es hört oder gar riecht. Die Immissionen aus den Schornsteinen übersteigen zusammen den Wert eines Lastwagens nicht. FOTO: L. Berns
Neuss. Der Hafen wird Kraftwerkstandort. 30 Generatoren erzeugenaus Pflanzenöl genug Strom für eine Kleinstadt. Und weil das Gute noch besser werden kann, wird auch geforscht und getüftelt: am Kraftstoffmix, Motoren- oder Abgastechnik. Von Christoph Kleinau

Neuss "Hummel eins" ist ein Prototyp. Seit einigen Monaten brummt sie an der Duisburger Straße und erzeugt Strom und Wärme aus Pflanzenöl. 29 weitere "Hummeln" werden es ihr gleichtun und zusammen genug Energie für rund 25 000 Haushalte erzeugen - sobald die Bezirksregierung die Genehmigung für das, so seine Erbauer von der Hummel-Energie-Systeme Neuss GmbH, "erste grundlastfähige Blockheizkraftwerk der Welt" mit einer Nennleistung von zwölf Megawatt erteilt. Die geht am Dienstag in die Post.

Auf den Tag der Inbetriebnahme hat ein kleines Team um Jochen Lippert und Stefan Ofcarek zwei Jahre lang hingearbeitet. Ihre Ziele waren hoch gesteckt: Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und ohne Umweltbelastung wollten sie Energie aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen.

Ideen dazu hatten sie genug, das nötige Geld steuerte die niederländische Argos Groep bei, ein Pionier bei der Entwicklung von Agro-Treibstoffen. Beide Partner investieren in den Neusser Kraftwerksbau gut 16 Millionen Euro.

Die Rotterdamer werden mit ihren Partnern zufrieden sein, denn die sind nach einem Jahr Tüftelei überzeugt: Ihre "Hummeln", wie sie jeden auch einzeln zu betreibenden Block nennen, "sind die saubersten, effizientesten und effektivsten Blockheizkraftwerke, die derzeit betrieben werden".

Und weil sie so sauber sind, dass "alle in Deutschland geltenden Grenzwerte weit unterschritten werden", wie der technische Geschäftsführer Jochen Lippert stolz hervorhebt, spricht man bei Argos nicht von "grünem" sondern von "weißem Strom". Der kommt nun ins öffentliche Netz.

Mehr lesen Sie am Dienstag, 28. Oktober, in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

Quelle: NGZ
 
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