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Neuss
Zwei starke Partner für die "Blaue Maus"

Neuss: Zwei starke Partner für die "Blaue Maus"
Als der offizielle Teil der Einweihung vorbei war, freuten sich die Kinder der Kita "Blaue Maus", dass zumindest der Sandkasten schon fertig ist. Das restliche Freigelände wird bis zum Herbst eine Baustelle bleiben. FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Der Wechsel in der Trägerschaft und das Engagement einer Stiftung haben an der Rheydter Straße den Neubau einer neuen Kindertagesstätte mit sechs Gruppen ermöglicht. In ihr werden derzeit 110 Kinder aus acht Nationen betreut. Von Christoph Kleinau

Der alte Pfarrkindergarten von St. Marien ist nicht wiederzuerkennen. Fünf Jahre, nachdem die Kirchengemeinde die Trägerschaft für die Einrichtung an der Rheydter Straße abgegeben hat und nach einer exakt elfmonatigen Um- und Neubauphase, weihten gestern die 110 Kinder und 15 Erzieherinnen der nun auf sechs Gruppen aufgestockten Kita "Blaue Maus" ihr neues, 2,55 Millionen Euro teures Domizil ein. Möglich machten diesen Neuanfang der Verein "Kindertagesstätte Kaarster Straße", der inzwischen zu den größeren Sozialpartnern der Stadt zu zählen ist, und die Stiftung "Kinderheim St. Anna und Schule Marienberg", die sich als ebenso solventer wie großzügiger Partner einbrachte.

Die Stiftung wurde 1865 von Neusser Bürgern mit dem Ziel gegründet, Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Beginn der Berufsausbildung zu begleiten, ihnen Fürsorge, Betreuung und Bildung angedeihen zu lassen. Unter Berücksichtigung des christlichen Weltbildes, wie Heiner Kaumanns vom Stiftungskuratorium gestern betonte. Von dem damals angelegten Kapital kann die Stiftung, die in den vergangenen 30 Jahren keine Zustiftungen mehr erfahren hat, bis heute zehren. Denn zu ihrem Vermögen gehört nicht nur das Grundstück, auf dem das Gymnasium Marienberg steht, sondern auch die Fläche an der Rheydter Straße, zwischen Quaxpfad und Konrad-Adenauer-Ring, auf der neben zwei Kitas das Kolping-Bildungswerk sowie Einrichtungen der St.-Augustinus-Behindertenhilfe und der Caritas beheimatet sind.

Neuer Träger der neuen Kita ist der Verein "Kindertageseinrichtung Kaarster Straße", der im Kern aus der Ortsgruppe Neuss der Malteser hervorgegangen ist. Der Name sei irreführend, gibt Vorstandsmitglied Bern Ramakers zu, denn mit der "Blauen Maus" ist eine zweite Kita hinzugekommen. Zudem organisiert der Verein den offenen Ganztag an drei Neusser Grundschulen.

Weil der Verein dank der Stiftung mit etwas mehr Geld planen konnte, konnte er auch das 1800 Quadratmeter große Freigelände besonders gestalten. Naturnah, wie Architekt Markus Schmale erklärt, mit einem Action-Parcours für die etwas älteren Kinder und einer Kunstrasenfläche. "Keine andere Einrichtung hat so etwas", sagte Kaumanns.

Der Garten war gestern noch nicht fertig, weil auf dieser Fläche bis vor drei Wochen noch die Container standen, in denen die Kinder in der Bauzeit betreut wurden. Bis zum Herbst wird er aber fertig sein, versprach Kaumanns den Kindern.

110 sind es derzeit, 120 sollen es werden. 22 Kinder sind noch keine drei Jahre alt. In dieser großen Gruppe zählte Sabine Ramakers, Geschäftsführerin des Trägervereins, Kinder aus acht Nationen und mit 14 unterschiedlichen Sprachen. Sprachförderung, so erklärte sie, wird daher in der Kita "Blaue Maus" einen hohen Stellenwert haben.

Thomas Nickel, Vorsitzender des Trägervereins, zeigte sich überzeugt, dass die neue Einrichtung "die schönste in der ganzen Stadt ist". Marie-Helen Kuhl zeigte sich vor allem dankbar, dass das Kita-Team zusammengehalten hat. In der Bauphase und auch der Zeit vorher, als die "Blaue Maus" ein echter Sanierungsfall war.

Quelle: NGZ
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