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Radevormwald
Ärger ums Schwimmen im "life-ness"

Radevormwald: Ärger ums Schwimmen im "life-ness"
Schön leer: Hier eine Aufnahme vom "life-ness" im Juni 2009. Montags und donnerstags wird es mittlerweile richtig voll, so dass kaum Platz fürs öffentliche Schwimmen bleibt. FOTO: hans dörner (archiv)
Radevormwald. Der Unmut bei einigen Besuchern ist groß. An zwei Tagen ist öffentliches Schwimmen im Freizeit-Center kaum möglich: Vereine und Schulen belegen viele Bahnen. Lösung: Ab September bleibt immer eine Bahn für die Öffentlichkeit offen. Von Joachim Rüttgen

Unmut scheint es unter einigen Schwimmern im Freizeit-Center "life-ness" zu geben. Wie der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Wolf-Rainer Winterhagen, in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Sport und Integration mitteilte, gibt es viel Kritik von Nutzern des Bades, weil öffentliches Schwimmen seit neuestem an zwei Tagen nicht mehr möglich sein soll. "Sowohl am Montag als auch jetzt ganz neu am Donnerstag soll kein öffentliches Baden möglich sein", sagte Winterhagen.

Dem widerspricht die Assistentin von Geschäftsführer Ronald Eden, der zurzeit Urlaub hat. Beata Florkiewicz erklärt auf Anfrage der BM, dass es längst kein Geheimnis mehr ist, dass am Montag und am Donnerstag zwei große Vereine - die DLRG und der TSV Radevormwald - das Bad für ihre Schwimmangebote nutzen. "Montags haben wir immer bis 14 Uhr wegen der Grundreinigung geschlossen, ab 14 Uhr sind dann die Vereine im Bad", erläutert sie. Die Öffentlichkeit werde aber nicht ausgesperrt. "Es steht definitiv immer eine Bahn zur Verfügung für Mitglieder und Gäste der Saunalandschaft", sagt sie. Wenn bei schlechtem Wetter aber viele Gäste aus dem Fitnessbereich oder der Sauna das Bad nutzen, dann hätten sich in der Vergangenheit immer wieder andere Tagesgäste darüber beschwert, dass auf der einzig freien Bahn 20 bis 30 Schwimmer gleichzeitig unterwegs seien, was in deren Augen wiederum ein unzumutbarer Zustand sei. "Deshalb haben wir uns schon vor längerem dazu entschlossen, den Montag für öffentliches Schwimmen dicht zu machen", sagt Beata Florkiewicz.

Donnerstags gebe es nun das gleiche Problem, nachmittags seien DLRG und TSV im Bad, nur eine Bahn ist für die Öffentlichkeit frei. "Nur bei den Nutzern wird das mittlerweile nicht mehr zur Kenntnis genommen, sondern behauptet, wir würden an zwei Tagen komplett das öffentliche Schwimmen untersagen. Das stimmt so aber nicht", erklärt die Assistentin des Geschäftsführers. Nach all den Turbulenzen hat sich das Freizeit-Center jetzt dazu entschlossen, die Öffnungszeiten im "life-ness" zu verändern. "Wir wollen die Öffentlichkeit wieder mehr ins Boot holen und öffnen ab September von Montag bis Sonntag mindestens immer eine Bahn fürs öffentliche Schwimmen, egal, ob Schulen oder Vereine im Bad schwimmen", sagt sie. Beata Florkiewicz bittet aber schon jetzt um Verständnis, wenn es gerade am Montag und Donnerstag auch künftig voll wird im Schwimmbad. "Da kann es zu Engpässen kommen, schließlich freuen wir uns, wenn wir viele Gäste begrüßen können", sagt sie. Neue Flyer werden auf die neuen Öffnungszeiten hinweisen, Schwierigkeiten könnten aber auch damit nicht völlig ausgeschlossen werden. "Mittwochs brauchen die Schulen eigentlich die kompletten sechs Bahnen. Nach Rücksprache mit Sönke Eichner von der Stadt und den Vertretern der Schulen haben wir uns aber auch für diesen Tag dazu entschlossen, eine Bahn kontinuierlich frei zu halten", sagt die Assistentin. Reibungslos werde das zwar nicht funktionieren, aber das nehme das "life-ness" zum Wohl der anderen Badegäste in Kauf.

Quelle: RP
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