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Radevormwald/Oberberg
Bald Entscheidung zu Awo-Kitas

Radevormwald/Oberberg. Die Arbeiterwohlfahrt Rhein-Oberberg hat gestern bekanntgegeben, dass die Trägerschaft für die Kindertagesstätte Jörgensgasse in Wermelskirchen nach fast 30 Jahren aufgegeben werden soll. Das teilte Geschäftsbereichsleiterin Alwine Pfefferle bei einer sehr gut besuchten Versammlung den Eltern mit. Es müsse jährlich ein fünfstelliger Betrag zugeschossen werden. Grund sind die nichtauskömmlichen Kindpauschalen. Der von der Stadt nicht übernommene Trägeranteil in Höhe von neun Prozent der Kindpauschalen sowie die extrem hohen Betriebskosten aufgrund des Alters und der Bauweise des städtischen Gebäudes.

Zu weiteren Kitas wollte sich Awo-Pressesprecher Ingo Lang gestern nicht äußern. In Radevormwald ist die Awo Träger der beiden Kinderhäuser Lore Agnes an der Bahnstraße und Lily Braun an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße. Aufgekommen waren die Probleme im vergangenen Monat. Die Awo hatte erklärt, dass sie aus der Tätigkeit als Kita-Träger Verluste von bis zu 800.000 Euro errechnet habe.

"Wir dürfen zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Auskünfte geben, sonst würden wir einen Formfehler begehen", sagte Lang. Er kündigte an, dass es in der kommenden Woche am Montag ein Gespräch zwischen der Awo-Geschäftsführung und dem Betriebsrat mit deren jeweiligen Anwälten geben werde. Danach sollen weitere Entscheidungen bekanntgegeben werden, auch, welche Kitas noch in Gefahr sind.

Mitarbeiter der Awo haben zudem angekündigt, dass sie kommende Woche am Donnerstag in Düsseldorf demonstrieren werden und um ihre Arbeitsplätze kämpfen wollen, teilte Lang mit.

(wos)
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