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Radevormwald
Besonderes Barock-Konzert in reformierter Kirche

Radevormwald. Mit berühmten Werken aus dem Spätbarock wurde Sonntagnachmittag die reformierte Kirche am Markt erfüllt, als die Musikschule zu einem besonderen Konzert einlud. Die Sängerinnen Anastasia Dacenko und Johanna Michalik sowie die Solisten Michael Borner (Gitarre) und Da-Yong Zhang (Oboe) wurden von dem Streichquartett "Quartetto Mobile" begleitet. Von Flora Treiber

"Quartetto Mobile" setzt sich aus Roland Hardenberg und Judith Oppel an der Violine, Zsuzsanna Schäffer an der Viola und Ji-Eun Noh am Violoncello zusammen. Gegründet wurde "Quartetto Mobile" von Zsuzsanna Schäffer, die in Radevormwald das Fach Violine unterrichtet. Unterstützt wurde das Quartett von Rainer Schrapers am Cembalo, der schon oft mit Anastasia Dacenko und Johanna Michalik zusammengearbeitet hat. Die beiden Sängerinnen, die als Bundespreisträgerinnen des Musikwettbewerbs "Jugend musiziert" 2013 und 2014 hervorgegangen sind und mittlerweile Gesang studieren, hatten die Idee für das Konzert.

"Für die beiden war es ein großer Wunsch, das Werk ,Stabat Mater' gemeinsam zu singen. Ich bin allen Musikern dankbar, dass sie die Realisierung möglich machen", sagte Michael Borner, der mit Bert Fastenrath die Radevormwalder Musikschule leitet.

Die erste Probe für das Konzert gab es erst am vorigen Samstag. "Das reicht für erfahrene Musiker aus. Wir werden heute zwar kein historisches Konzert spielen, wollen die Musik aber doch so darstellen, wie sie früher war. Das wird uns mit dieser kleinen, aber sehr guten Besetzung sicherlich gelingen", sagte Borner.

Er eröffnete das Konzert zusammen mit dem Ensemble mit "Concerto D-Dur" von Antonio Vivaldi. Die Satzfolge Allegro, Largo, Allegro entfaltete eine wirkungsvolle Melodik und forderte die technischen Fertigkeiten der Musiker.

Oboe-Solist Da-Yong Zhang führte das Konzert danach mit einem Werk von Alessandro Marcello weiter. In Einklang mit den Streichern und dem Cemballo spielte er "Concerto D-Moll", eines der bekanntesten Stücke von Marcello. Danach hatten Anastasia Dacenko (Sopran) und Johanna Michalik (Alt) ihren großen Auftritt. Das kurz vor dem Tod von Giovanni Battista Pergolesi entstandene "Stabat Mater" basiert auf einem mittelalterlichen Gedicht. Den lateinischen Originaltext sowie gereimte Übertragungen konnte das Publikum im Programm mitlesen.

Das Werk in zwölf Sätzen bildete den Abschluss des Konzertes, zu dem etwa 100 Besucher gekommen waren. Unterstützt wurde das Konzert von der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen.

Quelle: RP
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