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Ehrenamt Margret Nimtz
Die neue freie Zeit sinnvoll nutzen

Ehrenamt Margret Nimtz: Die neue freie Zeit sinnvoll nutzen
Margret Nimtz ist ehrenamtlich tätig bei der Hilfsbörse und dem Reparaturtreff. FOTO: Peter Meuter
Radevormwald. Margret Nimtz engagiert sich ehrenamtlich für "aktiv55plus". Sie will die Nachbarschaftshilfe in Rade voranbringen. Von Flora Treiber

Der Trägerverein "aktiv55plus" kümmert sich darum, dass das Leben von Senioren in Radevormwald angenehmer und leichter wird. Zu den Angeboten des Vereins gehört die Rader Hilfsbörse und der Reparaturtreff. Beide Projekte werden von Margret Nimtz unterstützt, die bis 2013 Lehrerin an der Radevormwalder Realschule war. "Ich wollte etwas Sinnvolles mit meiner neuen freien Zeit machen. Das hatte ich mir fest vorgenommen, als ich meine Rente angetreten habe", sagt Margret Nimtz.

Über einen Zufall ist sie auf die Rader Hilfsbörse aufmerksam geworden. Von dem Konzept und dem Engagement der Ehrenamtler war sie direkt begeistert. Menschen zusammenzubringen, die Hilfe brauchen und Hilfe anbieten, hält sie für den richtigen Weg für ein besseres und rücksichtsvolleres Zusammenleben. "Die Hilfsbörse deckt viele Bedürfnisse ab. Wir haben Menschen, die Einkäufe erledigen, etwas vorlesen oder mit dem Hund spazieren gehen. Diese Aufgaben übernehme ich auch gerne selber", sagt Nimtz.

Neben der Rader Hilfsbörse engagiert sie sich auch für den Reparaturtreff, der einige Zeit ruhen muss. Der Grund: der Umzug in das Haus der Begegnung am Schlossmacherplatz. Zu dem Reparaturtreff kommen in erster Linie Menschen, die ihre alten Schätze weiterhin benutzen wollen, aber selber keinen Weg finden, sie zu reparieren. "Das kann alles Mögliche sein. Wir haben viele Senioren, die uns ihre Fernbedienungen oder Kaffeemaschinen bringen. Kleine Näharbeiten machen wir natürlich auch. Die übernehme ich oft, weil ich unter anderem Textilgestaltung unterrichtet habe." Margret Nimtz kümmert sich bei dem Reparaturtreff auch um den Empfang und gibt jedem Besucher ein gutes Gefühl. Kyra Springer, hauptamtliche Koordinatorin von "aktiv55plus", ist dankbar für diese Unterstützung und schätzt die freundliche Ausstrahlung von Margret Nimtz. "Sie ist an dieser Stelle genau richtig und erledigt ihre Aufgaben mit so viel Herz, dass der gesamte Reparaturtreff davon profitiert."

Für Margret Nimtz ist das ehrenamtliche Engagement zu einem festen Bestandteil ihres Alltags geworden. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. "Ich möchte so lange helfen, wie es mir körperlich und geistig gut geht. Ich nehme diese Angebote vielleicht mal selber in Anspruch", sagt sie. Ihr Umfeld reagiert auf ihr ehrenamtliches Engagement unterstützend. "Kritiker gibt es eigentlich kaum. Natürlich gibt es manchmal Nachfragen, aber die sind sehr selten." Am schönsten findet die ehemalige Lehrerin den dauerhaften Austausch mit Radevormwaldern. Durch Ehrenamt entstehen soziale Kontakte und sogar Freundschaften. "Ich treffe jede Woche neue Menschen und komme mit Ihnen ins Gespräch. Darauf will ich nicht mehr verzichten."

Quelle: RP
 
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