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Radevormwald
Ehra und Aurich helfen Realschule

Radevormwald: Ehra und Aurich helfen Realschule
Christian Fiegler von der Firma Aurich zusammen mit Schülerin Thea Stück (15) aus der Klasse 9a, Dorothea Perkovic (Firma Ehra Holzmann) und dem kommissarischen Schulleiter Claus Peter Wirth. FOTO: Jürgen moll
Radevormwald. Die beiden Unternehmen haben gestern eine weitere Lernpartnerschaft begründet.

Die Schüler der Städtischen Realschule können sich in den nächsten Jahren bis zum Auslaufen der Schule 2021 auf noch mehr Kooperationspartner aus der Wirtschaft freuen. Anfang des Jahres hatte die Realschule die Kooperation mit "KURS", einer Initiative der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und Bezirksregierung Köln, bereits mit fünf Partnern gestartet.

Gestern kamen die Firmen Aurich Textilien und die Elektrogroßhandlung Emil Holzmann (Ehra) als Partner dazu. Die Schüler sollen durch die Lernpartnerschaft noch praxisorientierter Lernen und direkte Ansprechpartner in den jeweiligen Unternehmen haben. Die Vertreter der ortsansässigen Firmen wollen eine möglichst gute Beziehung zu den Azubis von morgen aufbauen.

Dorothea Perkovic von Emil Holzmann will die offizielle Partnerschaft dazu nutzen, ihre Zusammenarbeit mit Schülern auszubauen. "Wir haben bereits in den letzten Jahren viel mit Schulen zusammengearbeitet. Es gab zahlreiche Praktika und Schnuppertage. Uns fehlen die Schüler, die sich für eine handwerkliche Ausbildung interessieren. Deswegen wollen wir die Schüler früh begeistern und ihnen bei der Berufsorientierung helfen", sagt sie.

Claus Peter Wirth, kommissarischer Schulleiter der Realschule, nutzte die Feier der Vertragsunterzeichnung, um seinen Schülern einen Ausblick auf die kommenden Jahre zu geben und die Stärken der Realschule in den Vordergrund zu stellen. "Mit KURS ist es uns gelungen einen festen Rahmen für unseren praxisorientierten Unterricht zu finden. Das Engagement der örtlichen Unternehmen ist groß und dafür bin ich dankbar. Diese Arbeit soll auch weitergehen, wenn unsere Schulform nicht mehr besteht", sagt er.

Schulamtsleiter Sönke Eichner möchte, dass die Stärken der Realschule in der Zukunft ausgebaut werden und dann auch für die Sekundarschule genutzt werden. "In der Realschule findet Schule statt, hier entstehen neue Ideen. Dieser Termin zeigt mir, wie groß das Engagement ist", sagte Eichner.

Lukas Akkermann freut sich als Schülersprecher über den sechsten und siebten Kooperationspartner für KURS und wird in den folgenden Wochen selber von den Kontakten der Realschule in die Wirtschaft profitieren. "In der neunten Klasse absolvieren wir ein Betriebspraktikum, das uns hoffentlich viel beibringen wird. Meine Mitschüler haben in den letzten Jahren gute und schlechte Erfahrungen mit Unternehmen gemacht, aber ein Austausch besteht", sagt der 16 jährige. Aus der Schülerperspektive sind praktische Unterrichtsinhalte besonders wertvoll. "In der achten Klasse machen wir eine Berufsfelderkundung, und im Technikunterricht gibt es viele Praxisbezüge. Das ist abwechslungsreich und hilfreich", sagt der Schülersprecher.

Michael Sallmann von der IHK-Oberberg betonte noch einmal das Ziel von KURS. "Wir wollen, dass zwei Welten ins Gespräch kommen und die Funktionsweise der anderen Institution verstehen. Unternehmen und Schulen sollen sich nicht gegenüberstehen, sondern sich kennenlernen. Die Entfremdung der letzten Jahrzehnte soll durchbrochen werden."

(trei)
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